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Angler haben im Bauch eines Welses eine skelettierte Hand gefunden.

Verfressener Fisch

Grusel-Fund in einem Wels - Kripo ermittelt

Jessen/Dessau-Roßlau - Welse sind Raubfische und bei ihrem Speiseplan alles andere als wählerisch. Doch was Angler im Bauch eines solchen Wasserbewohners entdeckt haben, ist gruselig.

Im Bauch eines Welses haben Angler in Sachsen-Anhalt eine skelettierte Hand gefunden. Die beiden Männer zogen den mehr als 1,60 Meter langen und rund 30 Kilogramm schweren Raubfisch in der Nacht zu Sonntag aus der Elbe, wie ein Polizeisprecher in Dessau-Roßlau am Montag sagte. Als sie ihn am Morgen zerlegen wollten, sei die Hand zum Vorschein gekommen. Über den Fund in Schützberg hatte am Sonntag die „Mitteldeutsche Zeitung“ (online) berichtet.

Wie beim Auffinden von Leichenteilen üblich, ermittele nun die Kriminalpolizei zur Todesursache, sagte der Sprecher am Montag. Zunächst müssten sich aber Rechtsmediziner mit dem Körperteil befassen. Fragen gebe es viele. Stammt die Hand von einem Mann oder einer Frau? Wie alt ist sie? Und wie kam sie in den Bauch des Fisches? „Das dauert vermutlich ein paar Wochen“, sagte der Sprecher. Erst wenn das geklärt sei, könnten Vermisstenfälle geprüft werden. Den Anglern gehe es gut. Sie hätten nach der Entdeckung nicht betreut werden müssen, hieß es.

Flusswelse sind Europas größte reine Süßwasserfische. Sie jagen vorwiegend in der Dämmerung und in der Nacht. Sie fressen tote und lebende Fische, aber auch hin und wieder kleine Säugetiere und Vögel. Der Landesanglerverband schloss aus, dass der Wels einem Menschen die Hand abgebissen hat. „Der hat doch gar keine Schneiden“, sagte Geschäftsführer Axel Ritzmann, und spricht dabei auf die Zähne des Fisches an. Welse haben eine Art verhärtetes Maul mit kleinen Raspeln.

Erinnerungen an "Killerwels Kuno"

Und trotzdem: Welse machen immer wieder Schlagzeilen. Der wohl bekannteste war „Killerwels Kuno“, der im Herbst 2001 in einem Mönchengladbacher Weiher einen Dackelwelpen verschlungen haben soll. Aufgeklärt werden konnte die Sache nie, da der Besitzer des angeblich gefressenen Hundes sich nicht gemeldet hat. „Kuno“ soll 2003 getötet worden sein und wird seit 2005 ausgestopft in einem Museum präsentiert. Von dem vermeintlich verschlungenen Dackel fehlt jede Spur.

dpa

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