+
Rettungskräfte kümmern sich um die Verletzten des Unfalls

Güterzug rammt Lkw - 23 Arbeiter sterben

Kapstadt - Weil ein Lkw-Fahrer kurz nicht aufpasste, ist es am Freitag in Südafrika zu einem tödlichen Unfall gekommen. 23 Menschen starben, 26 wurden verletzt.

Auf dem Unglücks-Lkw saßen dicht gedrängt etwa 50 Landarbeiter, die zum Arbeitseinsatz gefahren werden sollten. Der Zug rammte das Fahrzeug nach Angaben der Polizei der Provinz Mpumalanga gegen sieben Uhr morgens nahe dem Krüger Nationalpark und schleifte es mit.

Die Polizei ging davon aus, dass der Lkw-Fahrer nicht mit dem Zug gerechnet und deshalb nicht aufgepasst hatte. Der Fahrer, der nicht lebensgefährlich verletzt sei, wurde dem Polizeisprecher zufolge wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung verhaftet.

Der mit Kohle beladene Güterzug schleifte nach Angaben des Rettungsdienstes den Lastwagen etwa 200 Meter mit. Von den Verletzten schwebten am Freitagnachmittag noch einige in Lebensgefahr. Im Zug wurde niemand verletzt.

Der Gewerkschaftsverband Cosatu kritisierte die Arbeitsbedingungen der Landarbeiter scharf. „Diese schreckliche Tragödie wirft ein Licht auf den Skandal, dass die Arbeiter schutzlos in einem offenen Lkw transportiert werden“, sagte Gewerkschaftssprecher Patrick Craven. Es sei nicht akzeptabel, dass es in Südafrika zwar eine allgemeine Gurtpflicht für Passagiere in Autos gebe, Arbeiter aber einfach zusammengepfercht auf einem Lastwagen transportiert würden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Immer mehr Drohnen-Vorfälle an Flughäfen
Düsseldorf (dpa) - Flugzeugpiloten werden im deutschen Luftraum immer häufiger durch Drohnen behindert.
Immer mehr Drohnen-Vorfälle an Flughäfen
Puerto Rico bereitet sich auf Hurrikan "Maria" vor
Langsam bewegt sich "Maria" Richtung Nordwest. Der Hurrikan könnte Puerto Rico im Laufe des Mittwochs erreichen. Die Insel ist gewappnet - so weit das möglich ist.
Puerto Rico bereitet sich auf Hurrikan "Maria" vor
Experten entschärfen Weltkriegsbombe am Frankfurter Flughafen
Fünf Hotels geräumt, die A3 gesperrt: Erneut wurde am Frankfurter Flughafen eine Weltkriegsbombe gefunden. Probleme bei der Entschärfung machte der explosive Fund in der …
Experten entschärfen Weltkriegsbombe am Frankfurter Flughafen
Kranich-Linie Lufthansa schützt keine Kraniche mehr
Der Kranich prangt auf dem Seitenruder der Lufthansa-Flotte. Seit Jahren engagiert sich der Konzern auch beim Schutz der Tiere. Damit ist jetzt Schluss.
Kranich-Linie Lufthansa schützt keine Kraniche mehr

Kommentare