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Busunfall bei Melle.

Unfall in Niedersachsen

Güterzug rammt Linienbus - Zwei Schwerverletzte

Melle - Das hätte leicht noch schlimmer ausgehen können: Bei Osnabrück ist ein Güterzug in einen Bus gekracht. Mindestens neun Menschen wurden teilweise schwer verletzt. 

 Beim Zusammenstoß eines Güterzuges mit einem Bus sind in Melle bei Osnabrück mindestens neun Menschen verletzt worden. Zwei wurden schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. In ersten Mitteilungen war von drei Schwerverletzten die Rede gewesen.

Der Gelenkbus blieb gegen 8.30 Uhr auf einem Bahnübergang im Meller Ortsteil Westerhausen stehen, der an der Stelle mit Halbschranken und Signalampeln ausgestattet ist. Der Bus fuhr als Schienenersatzverkehr für Züge der Westfalenbahn, die derzeit wegen Bauarbeiten zwischen Melle und Osnabrück ausfallen. Nach Angaben der Polizei am Unfallort hielt der Fahrer hinter den Schienen, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Der Güterzug krachte nach Angaben der Polizei in den hinteren Teil des Busses, in dem 15 Menschen saßen. Schüler waren nicht darunter.

Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht, auch zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Der Lokführer erlitt einen Schock. Es sei unklar, ob der Mann mitbekommen habe, dass er mit dem hinteren Teil seines Busses noch auf den Schienen stand, als sich die Schranken schlossen, hieß es von der Polizei.

Eine Bahnsprecherin sagte, die Strecke von Minden über Osnabrück Richtung Niederlande sei bis auf weiteres gesperrt. Der Fernverkehr werde großräumig umgeleitet, betroffen sei auch der Nahverkehr der Westfalenbahn. Der Güterzug war nach Angaben der Bahnsprecherin auf dem Weg von Osnabrück nach Riesa in Sachsen. Außer dem Lokführer sei niemand in dem Zug gewesen.

In Buxtehude waren im September vergangenen Jahres in letzter Minute 60 Kinder vor einem schweren Unfall bewahrt worden. Ihr Schulbus war ebenfalls auf einem Bahnübergang liegen geblieben und von einem Zug erfasst worden. Vor dem Zusammenstoß konnten alle Kinder noch knapp den Bus verlassen, 60 Sekunden später krachte der Zug in den hinteren Teil des Gelenkbusses.

dpa

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