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Drei Wagen zweier Güterzüge sind am 26.10.2013 in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) nach einer Kollision aus den Schienen gesprungen und zum Teil umgekippt.

Strecke bei Gladbeck gesperrt

Güterzugunfall: Menschliches Versagen schuld?

Gladbeck - Ein Fehler mit Folgen: Menschliches Versagen soll einen Güterzugunfall bei Gladbeck verursacht haben, der den regionalen Bahnverkehr noch tagelang stören wird.

Das Führerhaus einer Lok ist am 26.10.2013 in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) nach einer Kollision mit einem anderen Zug total zerstört.

Der Zusammenstoß zweier Güterzüge bei Gladbeck ist nach Einschätzung der Bundespolizei wahrscheinlich auf menschliches Versagen zurückzuführen. Technische Fehler könnten weitgehend ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag. Nach Auskunft der Bahn wird die Strecke noch mindestens bis Mittwoch gesperrt bleiben. Die Aufräumarbeiten seien in vollem Gange.

Zu Ursache und Schadenshöhe wollte sich die Bahn zunächst nicht äußern. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, jetzt würden die Daten ausgewertet. Dazu gehören die Fahrtenschreiber der Lokomotiven, der Datenverkehr des Stellwerks und der Funkverkehr. Auch das Eisenbahnbundesamt ermittelt.

Erhebliche Schäden am Gleisbett und an Signalanlagen

Nach ersten Ermittlungen fuhren die beiden Züge gegen 9.50 Uhr aufeinander zu. An einer Weiche fuhr einer der beiden auf ein abzweigendes Gleis. Der andere Güterzug rammte aber den letzten Waggon. Als der Lokführer erkannte, dass der seitliche Zusammenstoß nicht zu verhindern war, sprang er aus dem Führerstand. Bei dem Aufprall im Schotterbett zog er sich schwere Bein-und Kopfverletzungen zu.

Einer der beiden Güterzüge transportierte Kohlenstaub, ein Schüttgut-Waggon kippte um. Von dem zweiten Zug sprangen die Lok und mehrere Kesselwagen aus den Gleisen, einer stürzte um. Die Kesselwagen dieses Zuges seien leer gewesen, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Es sei kein Gefahrgut ausgetreten. Der Bahnsprecher sagte, es seien erhebliche Schäden am Gleisbett und an Signalanlagen entstanden. Zwei Schienenkräne seien im Einsatz.

dpa

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