Tirol: Gummigeschosse auf Bären

Innsbruck/Wien - Nachdem zwei Braunbären seit mehreren Wochen in den österreichisch-schweizerischen Alpen umherstreifen, will sich Tirol künftig für derartige Tierbesuche rüsten.

Das österreichische Bundesland richtete drei sogenannte Vergrämungs-Teams ein. Diese sollen mit Gummigeschossen auf die Bären schießen und sie mit Hilfe von Knallkörpern vertreiben, hieß es am Donnerstag. So sollen die Bären wieder scheu gemacht werden, damit sie bei der Futtersuche Abstand von Häusern und Dörfern halten.

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Die Bärenbrüder M12 und M13 waren erstmals am 24. April im Grenzgebiet Österreich/Schweiz gesichtet worden. Kürzlich wurde M13 von einem Zug angefahren, aber nur leicht verletzt. Die beiden Tiere stammen aus einem Wiederansiedlungsprojekt. Demnach sollen die Bären in unbesiedelten Alpenregionen leben. Ein weiterer junger Bären aus dem Drillingswurf, M 14, war am 22. April in Südtirol von einem Auto angefahren und getötet worden.

Im Jahr 2006 hatte der Braunbär “Bruno“ in Tirol und Bayern für Aufregung gesorgt, der sich mehrmals Siedlungen genähert und Schafe gerissen hatte. Das Tier wurde auf Weisung der bayerischen Landesregierung erschossen.

dpa

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