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Wenn Sie Ihre Rechte kennen, können Sie Ihren Gutschein auch noch nach Ablauf der Frist einlösen.

Gutschein als Geschenk: Welche Rechte Sie haben

Gutscheine sind das ideale Weihnachtsgeschenk. Sie treffen garantiert den Geschmack des Beschenkten, denn er kann sich selbst aussuchen, was er am liebsten hätte. Damit die Freude über das Präsent jedoch nicht getrübt wird, sollten Sie Ihre Rechte genau kennen.

Viele Händler versuchen, die Fristen für Gutscheine möglichst knapp anzusetzen – in der Hoffnung, dass der Beschenkte den Termin verpasst und sie das Geld ohne Gegenleistung einstreichen können. Lassen Sie sich nicht darauf nicht ein. Ein Gutschein muss mindestens ein Jahr gültig sein. Das Oberlandesgericht München entschied 2008, dass kürzere Fristen nicht zulässig sind.

Haben Sie einen Gutschein, der innerhalb von drei Monaten einzulösen ist, ist die Frist unwirksam. Sie dürfen sich dann bis zu drei Jahren Zeit lassen. Das gilt laut Bundesgesetzbuch (BGB) auch für Gutscheine auf denen keine Frist auf eingetragen ist. Ausnahmen gibt es bei Gutscheinen, die abhängig von einem bestimmten Datum sind, wie etwa eine Theateraufführung oder ein Konzert. Dann endet die Ablauffrist mit dem Termin der Aufführung.

Einlösefrist abgelaufen

Ist ein zulässiger Abgabetermin eingetragen, sollten Sie diesen einhalten. Falls Sie die Einlösefrist verschwitzen, ist aber dennoch nicht alles verloren. Der Aussteller kann sich zwar weigern, den Gutschein einzulösen, ist aber verpflichtet, Ihnen den Geldwert zu erstatten. Schließlich hat er das Geld schon kassiert und würde sich ansonsten unrechtmäßig bereichern. Es kann aber sein, dass Sie nicht den vollen Betrag wiederbekommen. Der Händler hat nämlich das Recht seinen entgangenen Gewinn vom Gutscheinwert abzuziehen. Dieser liegt meist zwischen 15 und 25 Prozent. Geht der Verkäufer nicht auf Ihre Forderungen ein, wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale.

Gutschein gegen Bares

Der Verkäufer ist gesetzlich nicht dazu verpflichtet Ihnen den Wert des Gutscheins bar auszuzahlen. Ein Tipp: Verkaufen Sie den Gutschein übers Internet oder die Zeitung weiter. Er ist übertragbar und bleibt auch gültig, wenn ein anderer Name draufsteht. Jeder, der einen Geschenkbon besitzt , kann ihn auch einlösen. Das bedeutet auch: Passen Sie gut auf Ihren Gutschein auf. Wenn Sie ihn verlieren, ist der Gutscheinwert weg.

Gutscheinwert entspricht nicht dem Einkaufswert

Haben Sie etwas Schönes gefunden, das günstiger ist als der auf dem Gutschein eingetragene Betrag, bekommen Sie die Differenz in der Regel nicht bar ausgezahlt. Sie können das Präsent aber nach und nach einlösen. Ein Büchergutschein über 50 Euro kann zum Beispiel jederzeit gestückelt werden. Im Januar kaufen Sie sich dafür einen Reiseführer für zwölf Euro, im Februar eine DVD für 15 und im Juli einen Roman für 13 Euro.

Reicht der Gutscheinwert jedoch nicht mehr aus, weil sich die Preise erhöht haben, muss der Beschenkte die Differenz drauflegen. Will der Stylist zwei Jahre nach Erhalt des Gutscheins zehn Euro mehr fürs Make-up, kommen Sie um eine Nachzahlung nicht herum.

Insolvenz des Händlers

Geht der Händler vor der Einlösung des Gutscheins pleite, haben Sie als Kunde Pech. Wer einen Gutschein kauft, geht in Vorkasse . Solange noch Waren zum Verkauf stehen, wird der Händler den Gutschein einlösen. Bei einer Insolvenz bekommen Sie aber weder das Geld noch ein Geschenk.

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