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Gysi erlitt zweiten Herzinfarkt

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- Berlin - Der PDS-Politiker Gregor Gysi (56) hat nach seiner komplizierten Gehirnoperation einen zweiten Herzinfarkt erlitten. «Gysi ist dennoch auf einem guten Weg der Genesung», sagte PDS-Sprecher Hendrik Thalheim am Freitag in Berlin.

Der Infarkt sei eine befürchtete Folge der Entfernung eines kaputten Blutgefäßes in seiner linken Hirnhälfte (Aneurysma) am Dienstag gewesen, sagte der Sprecher. Für diesen Eingriff mussten die blutverdünnenden Mittel zur Behandlung von Gysis Herzproblemen eine Zeit lang vorher abgesetzt werden, was das Infarktrisiko erhöht habe, bestätigte der Sprecher einen Bericht des «Berliner Kurier».

«Da Gysi auf der Intensivstation lag, hatten die Kardiologen seine Herzprobleme gut im Griff», sagte Thalheim. Nach Aussagen seines behandelnden Arztes, Prof. Siegfried Vogel, werde Gysi keine bleibenden Schäden wie Sprach- oder Bewegungsstörungen behalten. Er könne sprechen und laufen. «Gysi ist Herr seiner Gedanken und Herr seines Körpers», sagte Thalheim. Er werde jetzt jedoch drei, vier Tage länger auf der Intensivstation bleiben müssen.

Dem 56-Jährigen wurde ein vierter Stent gesetzt - ein kleines Röhrchen, das die Herzkranzgefäße offen hält und den Blutfluss gewährleistet. Die ersten zwei Stents hatte Gysi nach seinem leichten Herzinfarkt im Februar erhalten. Seitdem musste der PDS-Politiker die blutverdünnenden Mittel nehmen. Sie sollen zusätzlich verhindern, dass sich die Gefäße im Herz erneut verengen. Anfang August erlitt Gysi einen leichten Schlaganfall (Hirnschlag) und danach erhielt er den dritten Stent.

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