"Perfekt" ist out

H&M-Models zeigen Achselhaare und Speckrollen

Stockholm - Das Modehaus H&M sorgt mit einem neuen Werbespot für Aufruhr im Netz. Für die Herbst-Kollektion 2016 posieren dieses Mal keine "perfekten" Supermodels. Natur pur ist stattdessen angesagt.

Gar nicht "ladylike"? Von wegen, findet H&M.

Das schwedische Modelabel H&M hat es mal wieder geschafft, für Diskussionen im Netz zu sorgen. Denn in einem aktuellen Werbespot zeigen sich Frauen, wie sie sind. Ob mit Falten oder (fast)-Glatze, Achselhaaren oder Mega-Afro - für die Herbst-Kollektion 2016 setzt H&M jetzt auf weibliche Natürlichkeit. Ob Pommes essend im Bett oder in den Zähnen nach Essensresten puhlend - Makel und schlechte Angewohnheiten (die jede Frau kennt) haben hier Priorität. Versehen ist die Kampagne mit dem Hashtag #ladylike.

Die Reaktionen auf den Spot fallen erwartungsgemäß ganz unterschiedlich aus - die einen finden's gut, wie Melanie H.: "H&M- Feministinnen-Spot: Mutig, krass, so echt und #ladylike".

Manche Userinnen posten Selfies unter dem Hashtag #ladylike:

Andere sind von der neuen Werbung weniger begeistert:

Auch der Verein "Frauenstudien MUC" twittert:

Und User "Frankster" würde den Spot eher anderweitig kategorisieren:

Die neue H&M-Werbung ist zwar mutig, doch das Thema ist gar nicht mehr so originell: Viele Mode-Labels setzen auf Plus-Size-Models und Frauen mit vermeintlichen Makeln, wie etwa Winnie Harlow, die unter einer seltenen Pigment-Störung leidet und trotzdem in der Mode-Branche großen Erfolg feiert. Den Pirelli-Kalender 2015 schmückte mitunter ein Übergrößen-Model und mitterweile hat sogar ein Mädchen mit Down-Syndrom den Laufsteg erobert.

Ob H&M also nur dem Trend folgt? Immerhin präsentiert auch das Modehaus Esprit die neuen Kollektionen bereits seit Anfang des Jahres mit dem Hashtag #Imperfect:

Silvia Kluck

Rubriklistenbild: © Screenshot YouTube

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