Grausame Tat

„Haar-Hexe“ zu Tode geprügelt

  • schließen

Eine Hexe treibt angeblich ihr Unwesen. Wegen eines haltlosen Verdachts wird letztendlich dafür eine behinderte Dame brutal erschlagen.

Mutnai - Man mag diese grausame Geschichte kaum glauben: In Indien wurde eine alte, behinderte Frau von einer Menschengruppe erschlagen. Und das alles nur, weil der Verdacht bestand, sie sei eine Hexe gewesen. 

Der Verdacht, dass eine Hexe im Lande sein soll, hatte mit den unerklärlichen Ereignisse der letzten Wochen zu tun, wie die Daily Mail berichtet. In fünf verschiedenen indischen Bundesstaaten sollen mindestens 55 Frauen in der Nacht ihre langen Haare abgeschnitten worden sein. In manchen Fällen lagen die abgetrennten Haare noch im Bett neben dem Opfer. Schnell wurde eine Hexe als Täterin genannt. Jetzt musste sie nur noch gefunden werden.

Die 62-jährige Maan D. wurde von einigen Bewohnern eines indischen Dorfes als die „Haar-Hexe“ fälschlicherweise entlarvt und das nur, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war. Laut den Berichten der Daily Mail, litt D. an einer Lernschwäche. Eines Nachts irrte die Dame in dem Dorf herum und betrat ein fremdes Haus. Ein großer Fehler: Eine Hausbewohnerin wurde wach und fing an zu schreien.

Das Unglück nahm seinen Lauf: D. wurde auf die Straße gezerrt und von einer Menschenmasse brutal verprügelt. Sie starb an ihren Verletzungen. Maan D. hatte keine Chance gegen die aufgebrachten Dorfbewohner.

mpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Frau auf offener Straße attackiert und lebensgefährlich verletzt
Ohne erkennbaren Grund wurde eine 45-jährige Frau in Düsseldorf auf offener Straße attackiert. Sie schwebt in Lebensgefahr.
Frau auf offener Straße attackiert und lebensgefährlich verletzt
Tattoos: Jeder fünfte Deutsche hat eins
Vor einigen Jahren waren Tattoos noch vergleichsweise rar gesät. Mittlerweile haben sie aber deutlich an Beliebtheit gewonnen, wie eine Studie der Uni Leipzig zeigt.
Tattoos: Jeder fünfte Deutsche hat eins
Tragödie in Tübingen: Junger Mann stürzt von Schornstein in den Tod 
Ein junger Kletterer ist im baden-württembergischen Tübingen vom Schornstein eines Kraftwerks in den Tod gestürzt.
Tragödie in Tübingen: Junger Mann stürzt von Schornstein in den Tod 
Hochhaus-Räumung in Dortmund: Rückkehr der Bewohner ungewiss
Nach der kurzfristigen Evakuierung eines Hochhauses in Dortmund ist ein Zeitpunkt für die Rückkehr der Bewohner zunächst nicht absehbar.
Hochhaus-Räumung in Dortmund: Rückkehr der Bewohner ungewiss

Kommentare