+
Jeremy Hammond

"Schwere Straftat"

Hacker zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt

New York - Wegen Hackerangriffen hat ein Bundesgericht in New York am Freitag den 28-jährigen Jeremy Hammond zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Die Anklage bezeichnete Hacking als "schwere Straftat mit schädigenden Folgen für die Opfer". Der Aktivist der Hackergruppe Anonymous hatte sich im Mai schuldig bekannt, 2011 in die Computer der Beratungsfirma Stratfor eingedrungen zu sein. E-Mails und Accountdaten von rund 860.000 Stratfor-Kunden gelangten so in die Hände Hammonds und seiner Hacker-Komplizen.

Auch Angriffe auf die US-Bundespolizei gingen demnach auf Hammonds Konto. Die Gruppe leitete Daten an die Enthüllungsplattform Wikileaks weiter. Außerdem verschafften er und seine Mitstreiter sich die Daten von 60.000 Kreditkarten-Nutzern. Laut Anklage wurden mit den Karten mehr als 700.000 Dollar (519.000 Euro) bewegt.

In einer Erklärung bezeichnete Hammond seine Taten vor Gericht als "zivilen Ungehorsam". Er sei sich im Klaren gewesen, dass er gesetzeswidrig gehandelt habe. Doch er sei der Überzeugung gewesen, dass es "seine Pflicht" gewesen sei, seine Fähigkeiten und sein Wissen gegen "Ungerechtigkeit" und für "Wahrheit" einzusetzen.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Weltweit fast 15 Millionen Mädchen in Kinderehe
Fast 15 Millionen Mädchen weltweit sind bei ihrer Hochzeit jünger als 18 Jahre gewesen. Das berichtet die Chefin der Hilfsorganisation Save the Children.
Weltweit fast 15 Millionen Mädchen in Kinderehe
Gesuchter mutmaßlicher Vergewaltiger in Berliner Bibliothek gefasst 
Nach der Veröffentlichung von Bildern hat die Polizei einen mutmaßlichen Vergewaltiger gefasst: Der 34 Jahre soll sich an zwei jungen Männern vergangen haben.
Gesuchter mutmaßlicher Vergewaltiger in Berliner Bibliothek gefasst 
Piraten entführen vor Nigeria sechs Seeleute von Hamburger Schiff
Piraten haben vor der Küste Nigerias ein Schiff aus Hamburg angegriffen. Als die Besatzungsmitglieder das Schiff verlassen wollten, wurden sechs von ihnen verschleppt.
Piraten entführen vor Nigeria sechs Seeleute von Hamburger Schiff
Brasilianische Polizei erschießt versehentlich spanische Touristin
Bei einem tragischen Unfall wurde in Rio de Janeiro eine spanische Touristin erschossen. Sie hatte mit einem Jeep eine Straßensperre der Polizei durchbrochen.
Brasilianische Polizei erschießt versehentlich spanische Touristin

Kommentare