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Das Kreuzfahrtschiff "Sea Diamond" lief im April 2007 vor Santorin auf ein Riff auf und sank.

Verantwortliche verurteilt

Haftstrafen nach Untergang von "Sea Diamond"

Athen - Gut sechs Jahre nach dem Untergang des Kreuzfahrtschiffs "Sea Diamond" vor der griechischen Insel Santorin sind neun Verantwortliche in erster Instanz zu Haftstrafen verurteilt worden.

Zum Abschluss des viermonatigen Strafprozesses verurteilte ein Gericht in Piräus den griechischen Kapitän des Schiffes als Hauptverantwortlichen des Untergangs zu zwölf Jahren Haft. Die acht übrigen Angeklagten, darunter ein Vertreter des zprischen Schiffseigners Louis Hellenic Cruise Lines, sollen wegen Mitverantwortung an dem Unglück zwischen zwei bis acht Jahre lang ins Gefängnis.

Das Gericht kam zu dem Schluss, dass das Schiffsunglück vom April 2007 durch menschliches Versagen verursacht wurde. Der Kapitän und mehrere Offiziere hätten sich der Pflichtverletzung und Fahrlässigkeit schuldig gemacht. Vier weitere Angeklagte, zumeist Besatzungsmitglieder, wurden freigesprochen.

Die neun Verurteilten legten Berufung ein, sie wurden bis zum Beginn des Berufungsprozesses freigelassen. Ein Termin für den nächsten Prozess stand noch nicht fest, er dürfte aber frühestens in zwei Jahren beginnen.

Die "Sea Diamond" war in der Ägäis mit 1600 Menschen an Bord auf ein Riff gelaufen. Zwei Passagiere, ein 45-jähriger Franzose und seine 16-jährige Tochter, starben. Der Staat Griechenland belegte den Schiffseigner wegen Umweltverschmutzung durch auslaufendes Öl mit 1,174 Millionen Euro Strafe. Das Unternehmen musste zudem die Kosten für die Reinigungsarbeiten an der Küste von Santorin übernehmen. Es weigerte sich allerdings unter Verweis auf Risiken, das Wrack zu bergen. Das in dem Schiffswrack verbliebene Öl stellt so weiterhin eine Gefahr für die Urlaubsinsel Santorin dar.

AFP

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