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Hafturlauber vergreift sich an Kindern

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- Bielefeld - Ein 44 Jahre alter Strafgefangener im offenen Vollzug hat während seiner Hafturlaube mehr als 40 Kinder sexuell belästigt. In einem Fall sei es zu einem schwerwiegenden Übergriff auf einen Jungen gekommen, sagte der zuständige Oberstaatsanwalt am Freitag in Bielefeld. Der Mann war 1988 wegen Mordes vom Landgericht Köln zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. In Bielefeld war er Anfang des Jahres zur Vorbereitung auf seine Haftentlassung in den offenen Vollzug gekommen. Nach Bekanntwerden der Taten wurde er wieder in den geschlossenen Vollzug verlegt. Ihn erwarte ein Verfahren wegen sexueller Nötigung, hieß es.

Der Mann habe seit Februar bei Hafturlauben und stundenweisen Ausgängen vor Kindern onaniert, sagte der Ermittlungsleiter der Bielefelder Polizei. Die 44 Taten ereigneten sich vor allem in Bielefeld. In einem Fall habe er einen Jungen gezwungen, ihn zu berühren. Von den Taten seien nur 12 angezeigt worden. In Verhören hat der 44-Jährige laut Staatsanwaltschaft ein Geständnis abgelegt.

Der Täter habe sich seine Opfer - meist Jungen - in der Nähe von Spiel- und Sportplätzen gesucht. Diese Neigung sei weder in den Haftanstalten noch in den Gesprächen mit psychologischen Gutachtern aufgefallen, sagte ein Sprecher des Landesjustizvollzugsamts.

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