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Gunther von Hagens wird mit 210.000 Euro entschädigt.

Wegen Imageschadens

Von Hagens erhält 210.000 Euro Schadensersatz

Düsseldorf - Den Dauerstreit um seinen chinesischen Professorentitel haben der umstrittene Leichenpräparator Gunther von Hagens und das Land Nordrhein-Westfalen vor Gericht beigelegt.

Der 69-jährige Wissenschaftler soll rund 210 000 Euro für den erlittenen Imageschaden erhalten, wie das Institut für Plastination am Donnerstag in Heidelberg mitteilte. Das NRW-Wissenschaftsministerium bestätigte den Vergleich. Die Einigung sei schon im Juni vor dem Düsseldorfer Landgericht getroffen worden, sagte eine Sprecherin.

Von Hagens hatte das Land wegen ungerechtfertigter Strafverfolgung und Rufschädigung auf Schadenersatz verklagt. Zunächst hatte er eine Wiedergutmachung in Höhe von 2,2 Millionen Euro verlangt.

Der Erfinder der Leichenschau „Körperwelten“ war im Jahr 1999 in China für die Dauer von fünf Jahren zum Gastprofessor ernannt worden. Das NRW-Ministerium hatte dem Heidelberger Mediziner jedoch auferlegt, den Titel „Professor“ in Deutschland nur mit dem Zusatz „RC“ oder „VRC“ für China zu tragen. Das Ministerium war damals bundesweit für Genehmigungen zum Führen ausländischer Titel zuständig. Von Hagens ließ den Zusatz jedoch weg und handelte sich ein Strafverfahren wegen Titelmissbrauchs ein. Von den Vorwürfen wurde er 2011 vom Oberlandesgericht Karlsruhe freigesprochen.

dpa

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