In der Nähe der Baleareninsel Cabrera haben Meeresbiologen am Donnerstag einen Weißen Hai gesichtet
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Haie sind auf Mallorca nicht ungewöhnlich - tote Haie leider auch nicht.

Ermittlungen laufen

Grausiger Fund in Mallorca: Toter Hai stellt Urlaubsinsel vor Rätsel - dabei gibt es schlimmen Verdacht

  • Jonas Raab
    vonJonas Raab
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Ein toter Hai wurde auf Mallorca in Sant Elm am Strand angespült. Das Umweltministerium befürchtet ein Gewaltverbrechen und hat sofort Untersuchungen am Kadaver angeordnet.

Sant Elm - Grausiger Fund auf Mallorca: Am Sonntagnachmittag entdeckten Spaziergänger einen toten Hai im Westen der spanischen Urlaubsinsel. Heftiger Wellengang hatte den zwei Meter großen Kadaver am Strand vor dem Örtchen Sant Elm bei Andratx auf Mallorca angespült.

Hai-Sichtungen, tot oder lebendig, sind zwar weder auf Mallorca noch im Rest der Balearen vor Spanien alltäglich, aber auch nicht ungewöhnlich. Brisanz bekommt der Fund vor allem deshalb, weil am Schädel des toten Hais eine riesige Wunde klaffte. Das berichtet die Mallorca Zeitung. Demnach benachrichtigten die Spaziergänger, die den Kadaver entdecken, unmittelbar das örtliche Umweltministerium. Das reagierte sofort: Die Behörde ließ den Kadaver von mehreren Mitarbeitern abtransportieren, um die die Todesursache feststellen zu können. Ein Tötungsdelikt kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Toter Hai auf Mallorca angespült: Darum geht das Umweltministerium von Tötung aus

Ersten Einschätzungen zufolge handelt es sich bei der angespülten Hai-Leiche um einen Blauhai oder um einen Grauhai, der schon seit mehreren Tagen tot ist. Beide Haiarten sind im Mittelmeer beheimatet, bleiben den Küsten jedoch im Normalfall fern - Blauhaie sowieso, denn sie sind Hochseefische und leben vor allem in küstenfernen Gegenden, Grauhaie sind in erster Linie am Meeresboden zu finden.

Laut einem aktuellen Bericht der tz* dränge sich der Verdacht auf, Fischer könnten den Raubfisch erschlagen und zum Sterben ins Meer geworfen haben. Immer wieder würden Schleppfischer Haie versehentlich aus dem Wasser ziehen und den möglicherweise gefährlichen Beifang aus Angst töten und zurück ins Wasser werfen, heißt es im Bericht. Das bestätigen auch Meeresschützer von „MallorcaBlue“. Sie prangern gezielte Hai-Tötungen – und damit strafbare Verbrechen - beim Schleppfischen seit Jahren an.

Nach Hai-Fund auf Mallorca: Keine Gefahr am Touristen-Hotspot

Seit das Auswärtige Amt am 14. März die Reisewarnung für die Balearischen Inseln aufgehoben hat, entfliehen viele Deutsche dem heimischen Lockdown in Mallorca. Angst vor Haiangriffen müssen sie trotz des Leichenfundes nicht haben, denn Haie fürchten den Menschen mehr als umgekehrt, auch bleiben sie den Küsten meistens fern. Umso tragischer wäre es, sollte tatsächlich die vermutete Gewalttat für den Tod des angespülten Hais auf Mallorca verantwortlich sein. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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