Gruselfest in Mexiko

Donald Trump und "El Chapo" neue Halloween-Stars

Mexiko-Stadt - Als Gruselfiguren für das diesjährige Halloween-Fest liegen in Mexiko der US-Milliardär Donald Trump und der flüchtige Drogenbaron Joaquín "El Chapo" Guzmán gut im Rennen.

2000 Latex-Masken Guzmáns zum Stückpreis von umgerechnet 26 Euro seien bereits verkauft, teilte das Unternehmen Grupo Rev am Wochenende mit. Vorerst gebe es zwar nur 250 Trump-Masken, es sei aber davon auszugehen, dass sich der derzeit in Mexiko am meisten gehasste Mann bis zum 31. Oktober letztlich ebenso gut verkaufe wie der am meisten gesuchte.

Traditionell ist in Mexiko der Tag der Toten oder Allerseelen am 2. November von großer Bedeutung. Allerdings hat das Halloween-Fest mit den Gruselverkleidungen in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen. Weitere 1700 Guzman-Masken seien bereits in der Fertigung, erklärte Grupo Rev. "Es gibt natürlich auch Kritik, aber wir sind Mexikaner und lachen selbst unter tragischen Bedingungen", sagte die Mitarbeiterin Maria del Carmen Navarro.

"El Chapo" ist einer der mächtigsten Drogenbarone der Welt. Der 58-Jährige entkam im Juli aus einem mexikanischen Hochsicherheitsgefängnis. Im Drogenkrieg in Mexiko wurden seit dem Jahr 2006 mehr als 80.000 Menschen getötet, rund 22.000 weitere gelten als vermisst.

Donald Trump ist in Mexiko in den vergangenen Monaten zum Inbegriff der Ausländerfeindlichkeit in den USA geworden. Trump hatte Mitte Juni bei der Bekanntgabe seiner Präsidentschaftsbewerbung gesagt, wenn "Mexiko seine Leute schickt, schicken sie nicht die besten. Sie schicken Leute mit vielen Problemen, und sie bringen diese Probleme mit. Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität, sie sind Vergewaltiger". Die Äußerungen hatten in den USA und in Mexiko Empörung ausgelöst, Trump hatte seine Ansichten jedoch bei anderen Gelegenheiten wiederholt.

AFP

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