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Stacheldraht vor dem Fenster: Dahinter spielte ich in der Hamburger Wohnung eine Geiselnahme ab.

Hamburg: Geiselnahme endet glimpflich 

Hamburg - Stacheldraht vor den Fenstern, ein schalldichter Raum: Ein Mann in Hamburg hat offenbar versucht, eine junge Frau in einer Wohnung als Geisel zu halten.

Nach Angaben der Polizei konnte sich die 26-Jährige allerdings am Freitagabend selbst durch einen beherzten Sprung aus dem Fenster befreien. Kurz darauf nahm die Polizei den 30-jährigen Deutschen fest. Er trug eine scharfe Schusswaffe und eine Handgranate bei sich.

Nachbarn aus den Mehrfamilien-Wohnblöcken im Stadtteil Barmbek riefen am Freitag gegen 21.45 Uhr die Polizei. Sie hatten gesehen, dass eine junge Frau aus dem Fenster einer Wohnung im Hochparterre gesprungen und weggerannt war. Ein Mann sei ihr gefolgt. In der Wohnung stießen die Beamten nach Informationen des Radiosenders NDR 90,3 auf extra gesicherte Türen und einen “schalldichten Raum“ - möglicherweise umgebaut, um für längere Zeit unauffällig einen Menschen auch mitten in einem Wohnblock gefangen halten zu können. Außerdem sollen dort Lebensmittel gelagert haben.

Während der Durchsuchung der Wohnung kam der Mann zurück, er stellte sich der Polizei und ließ sich festnehmen. Nach Aussagen der Behörden ist er schon mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Die geflohene Frau meldete sich kurze Zeit später auf einer Wache und sagte aus: Sie kenne den Mann nur flüchtig über Bekannte. Er habe sie am Freitagnachmittag in ihrer Wohnung besucht, plötzlich mit seiner Waffe bedroht und gezwungen, ihm zu folgen.

dpa

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