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Zwei Tote bei Explosion auf Raststätte: Neue Details zu Identität bekannt

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Von: Jan Lucas Frenger, Christian Dauber, Marvin Ziegele, Erik Scharf

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Zwei ausgebrannte Autos stehen auf der Raststätte an der A-45 bei Langen-Bergheim.
Zwei ausgebrannte Autos stehen auf der Raststätte an der A45 bei Langen-Bergheim. © Boris Roessler/dpa

Bei einem Unfall an einer Tankstelle auf der A45 im Main-Kinzig-Kreis kommen zwei Menschen ums Leben. Einer davon ist ein unbeteiligter Lkw-Fahrer.

Update vom Dienstag, 18.01.2022, 12.40 Uhr: Am Montag (17.01.2022) sind auf der Rastanlage Langen-Bergheim an der A45 zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft Hanau und die Ermittler der Kriminalpolizei haben nun erste Erkenntnisse zur Identität der beiden Verstorbenen veröffentlicht.

Bei der Person, die in einem Mercedes mit Kennzeichen aus Offenbach mit einer Zapfsäule zusammenstieß, soll es sich um den 61 Jahre alten Halter des Wagens aus dem Landkreis Offenbach handeln. Laut den laufenden Ermittlungen habe sich der Mann das Leben nehmen wollen. Ein Gutachter soll nun den genauen Hergang des Geschehens rekonstruieren.

Bei der zweiten toten Person handelt es sich wahrscheinlich um einen 47-jährigen Lkw-Fahrer aus Kirgisistan, der offenbar von Trümmerteilen erschlagen wurde. Bei beiden Personen werden am Dienstagvormittag (18.01.2022) Obduktionen durchgeführt, die weitere Aufschlüsse über die Identität der Personen und die näheren Todesumstände geben sollen.

Auto rast in Tankstelle: Zwei Menschen sterben bei Explosion – Viele Fragen offen

Update vom Dienstag, 18.01.2022, 09.25 Uhr: Einen Tag nach dem Brand einer Tankstelle an der A45 im Main-Kinzig-Kreis sind noch viele Fragen offen. Wer sind die beiden Todesopfer, was hat den Brand ausgelöst, war es ein Unfall oder möglicherweise Vorsatz?

Die Ermittler der Staatsanwaltschaft Darmstadt werden auch am Dienstag (18.01.2022) versuchen, den Ablauf des tragischen Vorfalls zu rekonstruieren. Zunächst soll die Identität der beiden Todesopfer geklärt werden, am Dienstag würden sie obduziert, erklärte Staatsanwältin Lisa Pohlmann der Offenbach-Post.

Nach der Explosion fanden Feuerwehrleute eine tote Person in einem ausgebrannten Auto und eine weitere in unmittelbarer Nähe des Brandortes. Bislang sei unklar, ob es sich bei dem zweiten Toten um einen unbeteiligten Passanten oder um einen Beifahrer handele. Derzeit würden zudem die Aufnahmen der Überwachungskameras und Drohnenaufnahmen der Autobahnpolizei ausgewertet, sowie mögliche Zeugen gesucht und befragt.

Eines der zerstörten Autos an der Tankstelle auf der A45.
Eines der zerstörten Autos an der Tankstelle auf der A45. © 5vision.media

A45: Zwei Menschen sterben bei Explosion an Tankstelle

Erstmeldung vom Montag, 17.01.2022: Hammersbach – Bei einem schweren Unfall an einer Raststätte auf der A45 bei Langen-Bergheim (Gemeinde Hammersbach, Main-Kinzig-Kreis) sind laut Angaben der Polizei am Montag (17.01.2022) zwei Menschen ums Leben gekommen.

Ersten Informationen der Polizei zufolge ist ein Auto an der Tankstelle Bergheim-West in eine Zapfsäule gerast. Die Zapfsäule explodierte daraufhin. Der Wagen und ein anderes Auto fingen Feuer – auch das Restaurant der Raststätte stand teilweise in Flammen.

A45 im Main-Kinzig-Kreis: Zwei Tote nach Explosion an Tankstelle

„Zum aktuellen Zeitpunkt wissen wir, dass zumindest ein Fahrzeug beteiligt war, ein weiteres gegebenenfalls in Brand geraten ist. Auch das müssen wir aber jetzt erst weiter ermitteln“, sagte Staatsanwältin Pohlmann. Eine tote Person wurde den Ermittlern zufolge in einem der Autos gefunden, die zweite in unmittelbarer Nähe des Brandortes. Wie die Menschen, deren Identität noch unklar war, genau zu Tode kamen, soll eine Obduktion klären.

Das Fahrzeug sei nach dem Unfall komplett ausgebrannt. Der Brand im Restaurant der Tankstelle wurde gelöscht. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz.

Der Wagen und ein anderes Auto fingen Feuer – auch das Restaurant der Raststätte stand in Flammen.
Der Wagen und ein anderes Auto fingen Feuer – auch das Restaurant der Raststätte stand in Flammen. © 5vision.media

A45 in der Nähe von Hanau: Auto rast in Tankstelle, Polizei ermittelt

Die Staatsanwaltschaft und die Kripo Hanau haben die ersten Ermittlungen vor Ort übernommen. Dabei gilt es zunächst, die Personalien der Verstorbenen sowie den genauen Hergang und mögliche Hintergründe des Vorfalles zu ermitteln.  Zu diesem Zweck hat die Staatsanwaltschaft Hanau auch einen Gutachter hinzugezogen. Die Hintergründe sind noch unklar. Die Raststätte wurde komplett abgesperrt.

Wie Gemeindebrandinspektor Jens Eyrich auf Nachfrage der Offenbach Post* erläuterte, habe die Freiwillige Feuerwehr Hammersbach die Löscharbeiten mit 16 Einsatzkräften unterstützt. Zuvor sei bereits die Langenselbolder Feuerwehr vor Ort gewesen. „Die Gefahr von weiteren Explosionen im Bereich der Tankstelle bestand nicht, da eine Mitarbeiterin sofort nach dem Vorfall die Notabschaltung betätigt hat“, betonte Eyrich.

Unfall auf Tankstelle bei A45: Einsatz für Feuerwehrleute sehr belastend

Dadurch sei nur das wenige, noch in den Leitungen vorhandene Benzin verbrannt. Der Brand habe so schnell unter Kontrolle gebracht werden können. Für die Feuerwehrkameraden sei der Einsatz sehr belastend gewesen. Der Löschtrupp habe, nachdem sich der Rauch verzogen hatte, die beiden toten Menschen entdeckt.

„Wir haben uns direkt danach in unserer Einsatzbesprechung darüber ausgetauscht. Zudem können Kameraden mit einem Notfallseelsorger sprechen, wenn sie den Bedarf danach haben – auch in den nächsten Tagen“, sagte Eyrich. Für seine Kameraden sei es in diesem Jahr nicht der erste Einsatz mit Toten gewesen.

Vor Kurzem brannte nach einem tödlichen Unfall auf der A5 bei Darmstadt auch dort eine Tankstelle. Die Raststätte soll nun lange geschlossen bleiben. (esa/marv)

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leiden, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bei Depressionen und anderen psychischen Notfall-Situationen gibt es außerdem unter www.deutsche-depressionshilfe.de. Hilfe bietet auch der Krisendienst Frankfurt unter 069-611375. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite www.bsf-frankfurt.de.

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