Nach "Drohbrief" des Opfers

Handydieb schickt 1000 Kontakte per Post zurück

Peking - Ein Handydieb in China hat nach einem Drohbrief seines Opfers zwar nicht das gestohlene Telefon, aber alle Kontaktdaten zurückgeschickt - handgeschrieben auf elf Seiten per Post.

„Er hatte bestimmt geschwollene Hände“, erzählte Handybesitzer Zou Bin der chinesischen Lokalzeitung „Xiaoxiang Chenbao“. Akribisch hatte der Dieb die rund 1000 Namen und Telefonnummern aus dem Telefon aufgeschrieben.

Nach einer durchzechten Nacht in der zentralchinesischen Stadt Changsha hatte Zou festgestellt, dass ihm sein Smartphone gestohlen worden war, wie das Blatt am Montag berichtete. Ihm ging es aber weniger um das Handy, als um die vielen Telefonnummern. Daher schrieb Zou eine Drohung per SMS an seine alte Nummer: „Ich kann Dir versichern, dass ich Dich finden werde!“

Der Barkeeper aus der Stadt Changsha legte nach und fügte hinzu: „Schaue Dir die Namen in meinem Telefon an, und Du siehst in welcher Branche ich arbeite.“ Dann schrieb er dem Dieb seine Postanschrift. Alle Drohungen waren ein Bluff, gab Zou später zu, aber sie zahlten sich offenbar trotzdem aus. Denn wenige Tage später erreichte ihn ein Brief. Darin fand Zou zwar nicht sein iPhone, aber die elf Seiten mit seinen Kontaktdaten.

dpa

Die irrsten wahren Geschichten der Welt

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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