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Hai-Angriff in Ägypten: Münchnerin schildert chaotische Situation - „Er ist immer noch in der Bucht!“

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Von: Tom Offinger

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Zwei tödliche Hai-Angriffe überschatten die Urlaubsstimmung in Ägypten. Vor Ort scheinen die Behörden im Dunkeln zu tappen, sie bekommen das gefährliche Tier nicht zu fassen.

Sahl Hasheesh - Das Rote Meer rund um Hurghada in Ägypten ist Jahr für Jahr ein beliebtes Reiseziel für Millionen Urlauber. Seit wenigen Tagen ist die fröhliche Stimmung an den Stränden getrübt: Zwei tödliche Hai-Angriffe überschatten das sommerliche Paradies und lenken die anwesenden Touristen von ihrem wohlverdienten Urlaub ab. Trotz aller Bemühungen der ägyptischen Behörden ist die Gefahr noch lange nicht gebannt - während bei den anwesenden Deutschen die Angst immer weiter wächst.

Hai-Angriff in Ägypten: Zwei Frauen im Roten Meer getötet

Seit dem vergangenen Freitag (1. Juli) hängen dunkle Wolken über den Stränden von Sahl Hasheesh (nahe Hurghada) - trotz sommerlich warmen 38 Grad Celsius. Zwei Frauen, darunter eine österreichische Grünen-Politikerin, starben im Roten Meer nach den Angriffen eines Hais. Laut Experten lässt sich das Tier der Gattung der Weißspitzen-Hochseehai zuordnen, eine genaue Erklärung, warum sich das Tier überhaupt so nah an die Strände wagt, hat allerdings keiner. Der Strandabschnitt wurde im Anschluss gesperrt, seit Dienstag (5. Juli) haben aber zumindest die benachbarten Badeabschnitte wieder für die Urlauber geöffnet.

Münchnerin berichtet: „Hai ist immer noch in der Bucht“

Eine Münchnerin, die ihren Urlaub derzeit in Sahl Hasheesh verbringt, schildert die derzeitige Entwicklung am Roten Meer in einem Interview mit der BILD-Zeitung: „Die Stimmung ist natürlich gedämpft hier, wir haben auch das Gefühl, dass welche abgereist sind. Manche fahren auch nach Hurghada, um dort schwimmen zu gehen.“

Sicher fühlt sie sich nicht, denn eine Entwarnung von Seiten der ägyptischen Behörden steht weiter aus. „Der Hai ist wohl immer noch in der Bucht und sie erwischen ihn nicht. Die Ägypter suchen mit Tauchern und wohl auch U-Booten. Aber es ist die Nadel im Heuhaufen“, beschreibt die Münchnerin. Unter den Urlaubern wundere man sich, ob die Ägypter nicht über die passende Technologie verfügen, da die Suche nach dem Hai so lange dauere: „Denn sie [die Behörden vor Ort; Anm. d. Red.] sind sich sicher, dass der Hai noch in der Bucht ist.“

Hai-Angriff in Ägypten: Gemischte Gefühle bei deutschen Urlaubern

Während in Ägypten die Stimmung durch die tragischen Ereignisse sichtlich gedämpft sind, warten viele deutsche Urlauber an den Flughäfen auf ihre Abreise in die Urlaubsregion. Viele reisen mit gemischten Gefühlen in den Norden Afrikas. „Ins flache Wasser werden wir schon gehen, aber ob wir schnorcheln, da bin ich mir noch unsicher“, berichtet eine Reisende am Münchner Flughafen der BILD. „Ich bin Taucher und weiß, wie unwahrscheinlich es ist, vom Hai angegriffen zu werden. Haie sind sehr scheu und statistisch gesehen sind die Angriffe sehr unwahrscheinlich“, unterstreicht ein anderer Urlauber.

Eine offizielle Reisewarnung für die Region rund um Sahl Hasheesh wurde bisher nicht ausgesprochen. (to)

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