Hausräumung in Berlin: 61 Polizisten verletzt

Berlin - Schockierende Bilanz: Bei den Krawallen um die Zwangsräumung eines besetzten Hauses im Berliner Szene-Stadtteil Friedrichshain sind 61 Polizisten verletzt worden.

Es gab 82 Festnahmen, von denen 22 dem Haftrichter vorgeführt werden. Diese Bilanz zog Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch am Donnerstag. Die Ausschreitungen hatten sich in Berlin bis in die frühen Morgenstunden hingezogen. Gruppen von Autonomen zogen randalierend durch mehrere Stadtteile und schlugen Schaufensterscheiben ein oder zerstörten Bushaltestellen und Reklametafeln. Auch in Hamburg und Kiel kam es nach der Räumung in Berlin zu Ausschreitungen.

Berlin: Polizei räumt besetztes Haus

Berlin: Polizei räumt besetztes Haus

Nach einem zunächst friedlichen Protestzug von 470 Demonstranten durch das Hamburger Schanzenviertel randalierten kleine Gruppen und warfen Flaschen, Steine und Knallkörper auch in Richtung der etwa 250 Polizisten, berichtete die Polizei. Vier Beamte wurden leicht verletzt. Die Polizei setzte einen Wasserwerfer ein. In Kiel zogen nach Polizeiangaben etwa 20 Demonstranten randalierend durch die Innenstadt, brannten Feuerwerkskörper ab und beschmierten Geschäftsfassaden mit Farbe. Bei einer Bank gingen mehrere Glasscheiben zu Bruch. Am Vortag war in Berlin mit einem massiven Polizeiaufgebot eines der letzten besetzten Häuser in der Hauptstadt geräumt worden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sechs Tote bei Horror-Unfall in Birmingham
Es ist ein Bild des Grauens: Bei einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen sterben in England sechs Menschen. Die Polizei rätselt über die Ursache.
Sechs Tote bei Horror-Unfall in Birmingham
Woche beginnt schneereich: Weiße Weihnacht möglich
Schon am Wochenende vor Weihnachten gibt es in vielen Teilen Deutschlands Eis und Schnee. Wintersportler nutzen die Gelegenheit, etwa zu Ausflügen in den Harz. Zum …
Woche beginnt schneereich: Weiße Weihnacht möglich
Großalarm in Hamburg nach Explosion an S-Bahnhof
Am Hamburger S-Bahnhof Veddel ist am Sonntag laut Medienberichten ein Sprengsatz explodiert. Es wurde Großalarm ausgelöst. 
Großalarm in Hamburg nach Explosion an S-Bahnhof
Akuthilfe für unterernährte Kinder in Niger: Erdnusspaste rettet Leben
Ohne unsere Hilfe haben die Kinder in Niger keine Chance: Sie haben zu wenig zu essen, kaum medizinische Versorgung und kein sauberes Wasser. Deshalb unterstützen wir …
Akuthilfe für unterernährte Kinder in Niger: Erdnusspaste rettet Leben

Kommentare