+
Das Heckteil der abgestürzten AirAsia-Maschine ist nach zwei Wochen geborgen worden.

Nach zwei Wochen

AirAsia-Maschine: Heckteil geborgen

Jakarta - Knapp zwei Wochen nach dem Absturz der AirAsia-Maschine in Indonesien haben Helfer einen Teil des Flugzeughecks aus der Javasee geborgen. Von den Flugschreibern fehlt aber weiter jede Spur.

Ein Teil des Flugzeughecks der in Indonesien abgestürzten AirAsia-Maschine ist aus der Javasee geborgen worden. Bilder vom Samstag zeigten das Wrackteil mit dem weiß-roten Logo der Fluggesellschaft auf einem Spezialschiff. Knapp zwei Wochen nach dem Absturz hatten Experten das Heck mit Seilen angehoben, Luftkissen darunter angebracht und das Wrackteil so aus dem rund 30 Meter tiefen Wasser gehoben. Es wurde auf das Rettungsschiff „Crest Onyx“ gehievt. Die Flugschreiber wurden darin aber nicht gefunden.

„Wir haben das Heckteil in dem Zustand geborgen, in dem es auf dem Meeresgrund gefunden wurde“, sagte der indonesische Armeechef Moeldoko in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Laut Suryadi Supriyadi von der Such- und Rettungsbehörde wird das Wrack nun zum Küstenort Pangkalan Bun gebracht. Dort wird es untersucht, um Anhaltspunkte für die Unglücksursache zu finden.

Daneben werde ein neuer Plan ausgearbeitet, um den Rumpf des Flugzeugs aufzuspüren. Darin vermutet man die meisten der Opfer. Bislang wurden 48 Leichen geborgen, 29 von ihnen wurden bis Samstag identifiziert.

Von den Flugschreiber fehlte jede Spur. Marinetaucher sollen nun weiter nach ihnen suchen. Am Freitag hatte ein Marineschiff ein Ping-Signal in der Nähe der Fundstelle des Hecks aufgefangen. Die Blackboxen fanden die Taucher aber nicht.

Die Flugschreiber befinden sich bei einem Airbus A320 normalerweise im Heckteil und zeichnen Gespräche im Cockpit und technische Daten auf. Das AirAsia-Wrack ist aber stark beschädigt und in viele Teile zerbrochen. Möglich ist, dass die Geräte herausfielen und von der Strömung fortgerissen wurden. Sie senden nur 30 Tage lang Signale.

Der Airbus A320 war am 28. Dezember mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von Indonesien nach Singapur ins Meer vor Borneo gestürzt. Der Pilot hatte keinen Notruf abgesetzt. Bekannt ist nur, dass er um eine Kursänderung bat, um Gewitterwolken zu umfliegen. Kurz danach verschwand die Maschine vom Radar.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Vermisster Rentner lag zehn Jahre lang tot in Tiefkühltruhe
Berlin - Die Polizei hat in Berlin-Pankow einen von Nachbarn als vermisst gemeldeten Rentner tot in dessen Wohnung gefunden - in der Tiefkühltruhe, wo er offenbar seit …
Vermisster Rentner lag zehn Jahre lang tot in Tiefkühltruhe
Drohnen-Führerschein für mehr Sicherheit am Himmel
Flugverbotszonen für Drohnen und ein "Kenntnis-Nachweis" für ihre Besitzer sollen den Luftraum sicherer machen. Das scheint überfällig, denn in Deutschland gibt es rund …
Drohnen-Führerschein für mehr Sicherheit am Himmel
Neue Erdbebenserie erschüttert Italien
Rom - Es liegt meterhoch Schnee und es ist eiskalt. Die Menschen in der Erdbebenregion in Mittelitalien sind längst am Rande ihrer Kräfte. Nun bebt der Boden wieder - …
Neue Erdbebenserie erschüttert Italien
Lidl-Erpresser zündeten Rohrbomben - Prozess
Bochum - Sie wollten Millionen von Lidl und nahmen billigend den Tod Unschuldiger in Kauf. Jetzt muss sich ein Paar aus Gelsenkirchen vor Gericht für seine Taten …
Lidl-Erpresser zündeten Rohrbomben - Prozess

Kommentare