Heftige Unwetter in Teilen Deutschlands

Lörrach/Altenburg/Hamburg - Heftiger Regen hat in der Nacht zum Donnerstag in Teilen Deutschlands örtlich Straßen überflutet und Keller unter Wasser gesetzt. Im baden-württembergischen Landkreis Lörrach standen mehrere Straßen unter Wasser.

"Wir hatten viele Notrufe", sagte ein Polizeisprecher. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Einige Keller liefen voll Wasser. Zudem seien mehrere Bäume umgestürzt. Zeitweise habe auch ein Teilstück der Autobahn 5 bei Efringen-Kirchen unter Wasser gestanden.

Mehr als 20 Mal musste die Feuerwehr im thüringischen Altenburg ausrücken, um Keller leer zu pumpen. An einigen Stellen drückten die Wassermassen auch Gullydeckel aus ihren Verankerungen. Bereits am Mittwochabend waren bei einem Gewitter in Schleswig-Holstein im Kreis Herzogtum Lauenburg Straßen überflutet worden. Das Wasser lief auch dort in Keller. Die Feuerwehr zählte innerhalb einer Stunde mehr als 50 Einsätze.

In Hamburg hatte am Mittwochabend ein heftiges Gewitter Teile der Stadt unter Wasser gesetzt. Die Feuerwehr rückte zu insgesamt 100 Einsätzen aus, um vollgelaufene Keller auszupumpen oder Überschwemmungen zu beseitigen, sagte ein Sprecher am Donnerstagmorgen. Autofahrer fanden sich im Bereich des Autobahnkreuzes Nordwest (A7/A23) in einer Seenlandschaft wieder. Die Strecke war auf 400 Meter Länge 20 Zentimeter hoch überflutet. Im Stadtteil Eidelstedt setzte der Regen, der bis zu 40 Liter je Quadratmeter erreichte, in Reihenhäusern die Keller unter Wasser. Zwei Autohäuser meldeten ebenfalls Überschwemmungen.

Sorgen bereitet den Behörden im Südwesten der Pegel des Rheins. Bereits am Mittwoch hatte die Hochwasser-Vorhersage-Zentrale (HVZ) mitgeteilt, dass der Schifffahrt am Oberrhein wegen der stark steigenden Wasserstände in der Nacht zum Freitag ein Fahrverbot drohe. Ein Grund für den massiven Anstieg des Rhein-Wasserstandes sind die starken Regenfälle in der Schweiz. Das Wasser gelangt über den Bodensee und den Hochrhein auch in den Südwesten.

Am Mittwochabend war in der Schweiz in mehreren Kantonen Hochwasseralarm ausgelöst worden. Vielerorts traten Bäche und Flüsse über die Ufer, Dutzende von Straßen und Bahnverbindungen waren unterbrochen, berichtete die Agentur SDA.

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