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Krachend fegte ein heftiges Gewitter über Deutschland. Foto: Jens Uhlig

Geringe Schäden

Heftiges Gewitter zieht über Deutschland

Ein heftiges Gewitter fegt am Mittwochabend über Deutschland - in Thüringen fährt ein Zug gegen einen umgestürzten Baum. Trotz teils über 100 km/h schneller Böen gibt es keine größeren Schäden.

Berlin (dpa) - Die heftigen Gewitter vom Mittwochabend haben in Deutschland nur geringe Schäden verursacht. Obwohl Tausende von Blitzen innerhalb kurzer Zeit niedergingen, kam es nach Angaben der Polizei in der Nacht kaum zu größeren Einsätzen.

Das Unwetter war am Abend von der Mitte Bayerns über Mitteldeutschland in Richtung Nordosten gezogen. Nach Angaben des Webportals "Kachelmannwetter" wurden in Sachsen-Anhalt mehr als 2400 Blitze innerhalb von 30 Minuten registriert.

In Thüringen setzten Blitzeinschläge am Abend zwei Wohnhäuser in Brand, außerdem fuhr ein Regionalexpress im Süden des Bundeslands gegen einen umgestürzten Baum. Reisende wurden bei dem Unfall nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Baum war wegen eines heftigen Gewitters nahe Rentwertshausen bei Meiningen auf die Gleise gefallen. Rund 50 Reisende mussten den Zug verlassen und wurden mit Bussen abgeholt.

Auch in Teilen von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sorgten Starkregen und einzelne umgestürzte Bäume kurzzeitig für Verkehrsbehinderungen. In Berlin musste eine U-Bahn-Linie auf oberirdischer Strecke am späten Abend für kurze Zeit wegen eines Feuerwehreinsatzes unterbrochen werden.

Der Deutsche Wetterdienst hatte örtlich vor starken Gewittern und Sturmböen gewarnt. In Artern in Nordthüringen wehte der Wind "Kachelmannwetter" zufolge mit 96 Kilometern pro Stunde. In Querfurt im Süden Sachsen-Anhalts lag die Windgeschwindigkeit bei bis zu 94 km/h. Auf dem Brocken wurden Windgeschwindigkeiten von 102 Kilometern in der Stunde gemessen, nahe dem Berliner Flughafen Tegel lag der Wert bei 81 km/h.

Ein Frühlingswochenende wie aus dem Bilderbuch bringt jedoch Hoch "Leo" nach Deutschland. Bei strahlendem Sonnenschein steigen die Temperaturen bis auf sommerliche 25 Grad. Nachts muss allerdings vorerst weiter mit Bodenfrost gerechnet werden. Von Freitag an klart demnach der Himmel auf und es wird im Westen und Süden 15 bis 19 Grad warm, im Osten werden vorerst nur 10 bis 14 Grad erwartet. Am Wochenende soll dann vielerorts die 20-Grad-Marke geknackt werden: Zwischen 16 bis 23 Grad liegen die Temperaturen am Samstag und Sonntag in weiten Teilen Deutschlands, hieß es, lokal sei auch mehr möglich. Werden die 25 Grad erreicht, sprechen Meteorologen bereits von einem Sommertag.

Im Westen und Nordwesten sollen allerdings in der Nacht zum Sonntag Wolken aufziehen, immerhin bleibe es tagsüber trocken. Die Wolken zeigen sich demnach auch zu Wochenbeginn im Westen. Nach einem sonst recht sonnigen Montag erwarten die Meteorologen dann bundesweit wieder wechselhaftes Aprilwetter, es bleibt der Vorhersage zufolge aber mild.

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