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Amoklauf in Heidelberg: Das ist bisher bekannt - Motiv des Täters völlig unklar

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Amoklauf in Heidelberg: Ein Mann eröffnete in einem Hörsaal der Uni das Feuer.
Amoklauf in Heidelberg: Ein Mann eröffnete in einem Hörsaal der Uni das Feuer. © R.Priebe / picture alliance

Die Uni Heidelberg wurde Schauplatz eines Amoklaufs: Ein Mann eröffnete in einem Hörsaal das Feuer. Es gibt ein Todesopfer und drei Verletzte - was bisher bekannt ist.

Update vom 25. Januar, 6.06 Uhr: Eine 23 Jahre alte Studentin ist tot, drei weitere Kommilitonen verletzt. Eine 19- und 20-jährige Frau sowie ein 20-jähriger Mann wurden durch die Schüsse leicht verletzt. Die Tat erschüttert. Sowohl die Stadt als auch die Uni selbst planen Trauerfeiern. Die Kirchen und Opferschutzverbände wie der Weiße Ring haben Hilfen angeboten, an die sich die Verletzten, Angehörige und Zeugen der Tat wenden können. 

Einen Tag nach dem Amoklauf an der Heidelberger Universität sind noch Fragen offen. Die Ermittler gehen nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass der 18-jährige Täter erst in einem Hörsaal mehrmals schoss und sich später vor dem Gebäude selbst richtete. In dem Hörsaal saßen rund 30 Studenten.

Nach Angaben der Polizei hatte der Mann unmittelbar zuvor eine Whatsapp-Nachricht an seinen Vater geschickt. Er habe geschrieben, „dass Leute jetzt bestraft werden müssen“, sagte Kollmar. Details müssten noch verifiziert werden. „Wir werden sein Umfeld jetzt durchleuchten in den nächsten Tagen, mit Hochdruck.“

Wie kam der Täter an die Waffen? Diese soll der 18-Jährige vor wenigen Tagen im Ausland gekauft haben, wie der Mannheimer Polizeipräsident Siegfried Kollmar am Montagabend sagte. Der Mann hatte neben den Kaufbelegen für zwei Waffen mehr als 100 Schuss Munition in einem Rucksack bei sich. Er hätte also nachladen und weiter schießen können, machte Polizeipräsident Kollmar deutlich.

Amoklauf in Heidelberg: Das ist bisher bekannt - Motiv des Täters völlig unklar

Erstmeldung vom 24. Januar 2022

Heidelberg - Furchtbare Tat in Heidelberg: Bei einem Amoklauf in einem Hörsaal der Universität Heidelberg hat ein Mann einen Menschen erschossen und drei weitere verletzt. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr, sei ein Opfer seinen schweren Schussverletzungen wenige Stunden nach der Tat erlegen. Auch der Täter ist tot - doch sein Motiv bleibt vorerst unklar.

Wie die Polizei mitteilte, habe ein Einzeltäter am Montagmittag mit einem Gewehr in einem Hörsaal bei laufender Vorlesung um sich geschossen. Dabei habe er vier Menschen verletzt. Anschließend sei er in den Außenbereich geflüchtet. Zur Identität der Opfer und des Täters machte die Polizei zunächst keine Angaben. Aus Sicherheitskreisen erfuhr die dpa aber, dass es sich bei dem Todesopfer um eine junge Frau handeln soll, der der Täter in den Kopf geschossen habe.

Laut dpa soll sich der Mann selbst erschossen haben. Ersten Erkenntnissen zufolge sei der Mann selbst Student gewesen. Er soll demnach keine politischen oder religiösen Motive gehabt haben. Die Polizei erklärte bereits kurz nach der Tat am Mittag, dass sie nicht von weiteren Tätern ausgehe, aber das Gelände zur Sicherheit absuche.

Polizei geht von Einzeltäter aus - „keine Gefahrenlage mehr gegeben“

Dass der Mann ein Einzeltäter gewesen sei, bestätigte die Polizei dann gegen 15.15 Uhr. „Derzeit ist keine Gefahrenlage mehr gegeben“, hieß es. Das Neuenheimer Feld vor den Toren der Heidelberger Altstadt war am Nachmittag weiträumig abgesperrt. Die Polizei forderte Autofahrer auf, das Gelände zu umfahren, damit Rettungskräfte freie Fahrt haben.

Für Angehörige richtete die Polizei eine Hotline ein. Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) war am Nachmittag auf dem Weg zum Tatort. Wie eine Sprecherin mitteilte, habe sie sich zunächst mit Uni-Rektor Bernhard Eitel getroffen und wolle sich nun selbst ein Bild machen.

Welches Motiv den Täter zu seiner Tat antrieb, bleibt zunächst unklar. In unserem Ticker erfahren Sie die neuesten Entwicklungen im Fall Heidelberg. (cg mit dpa)

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