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Nach vier Jahren kommt endlich Licht ins Dunkel der Ermittlungen zum Mord an der Polizistin in Heilbronn.

Verwirrung um Heilbronner Polizistenmord

Stuttgart - Viereinhalb Jahre nach dem Mord an einer Polizistin in Heilbronn hält Baden-Württembergs oberster Staatsanwalt den Fall für aufgeklärt. Der Innenminister hingegen warnt vor voreiligen Schlüssen.

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Die seit dem Wochenende im Zusammenhang mit dem Polizistenmord in Heilbronn im Jahre 2007 und einer Explosion in Zwickau gesuchte Beate Z. hat sich gestellt. Sie sei am Dienstag in der Polizeiinspektion Jena erschienen, teilten die Gothaer Polizei und die Staatsanwaltschaft Meiningen mit.
Die Ermittler gehen davon aus, dass es einen Verbindung zwischen den Ereignissen in Thüringen und Sachsen und dem Mord an der Polizisten gibt. Von einem Durchbruch könne noch keine Rede sein, man sei aber “nah dran“, sagte Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD). Er warnte jedoch vor voreiligen Schlüssen. Zuvor hatte der Stuttgarter Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger erklärt, er gehe davon aus, dass die Tat von der Gruppe um die Frau und die beiden toten mutmaßlichen Bankräuber begangen wurde.
Dafür sprächen die Gesamtumstände, vor allem aber der Besitz der Dienstwaffen der Heilbronner Polizisten, sagte Pflieger im Südwestrundfunk (SWR). “Solche Waffen gibt man nicht weiter.“ Die Dienstpistolen des Typs Heckler & Koch P2000 der getöteten Polizistin und ihres schwer verletzten Kollegen waren am Freitag in einem ausgebrannten Wohnmobil sichergestellt worden. Zwei mutmaßliche Bankräuber hatten sich in dem Fahrzeug zuvor offenbar selbst erschossen. Die beiden 34 und 38 Jahre alten Männern wohnten nach Einschätzung der Ermittler mit der gesuchten Beate Z. in dem Haus in Zwickau, das am Freitag nach der Explosion ausbrannte.

Gesuchte lebte unter falschem Namen in Zwickau

Nach der 36-Jährigen war mit einem internationalen Haftbefehl gesucht worden. Ihr wird schwere Brandstiftung vorgeworfen. Die Ermittler kamen ihr anhand von Zeugenaussagen auf die Spur. So wurde die Frau am Freitag beobachtet, wie sie kurz vor der Explosion das Haus verließ. Bereits seit 2008 wohnte die Tatverdächtige in dem Haus in Zwickau. Bei Nachbarn war sie allerdings unter dem Namen Susann Dienelt bekannt. Zudem verwendete sie den Namen Mandy Struck.

Über die Identität der beiden mutmaßlichen Bankräuber hüllen sich die Ermittler unterdessen weiter in Schweigen. Diese sei geklärt, werde aus ermittlungstechnischen Gründen aber geheim gehalten, sagte ein Polizeisprecher in Gotha auf dapd-Anfrage. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Zwickau wollte ebenfalls weder bestätigen noch dementieren, dass die 34 und 38 Jahre alten Männern der rechten Szene zuzuordnen sind.

Die Linke-Fraktionen in Sachsen und Thüringen hatten erklärt, dass es sich bei den Männern höchstwahrscheinlich um Neonazis handele, die 1998 untertauchten, nachdem in Jena eine Bombenwerkstatt ausgehoben worden sei

dapd

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