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Lange Haftstrafen wegen schweren Menschenhandels und Zuhälterei: Der Hauptangeklagte (l) und sein Helfer im Landgericht Düsseldorf. Foto: Wolfram Kastl

Inszenierung als "Heiliger"

Prostituierte wie Sklavinnen ausgebeutet: Zehn Jahre Haft

Er inszenierte sich als "Gesandter" und "Heiliger": Ein 30-Jähriger hat im Rheinland als selbst ernannter Heiliger Frauen sexuell extrem ausgebeutet. Dafür bekam er nun die Quittung.

Düsseldorf (dpa) - Das Düsseldorfer Landgericht hat einen selbst ernannten "Heiligen" wegen schweren Menschenhandels und Zuhälterei für zehn Jahre ins Gefängnis geschickt. Seinen Helfer verurteilte das Gericht zu acht Jahren Haft.

Das Duo habe Frauen mit Druck, Gewalt und einem "hinterlistigen Schauspiel" in die Prostitution getrieben und sexuell extrem ausgebeutet. Dazu habe sich der Haupttäter als "Heiliger" inszeniert.

Vor Gericht hatte das Duo zugegeben, sich die Masche ausgedacht zu haben, um noch mehr Geld aus den Frauen herauszuholen. Die mussten wie Sklavinnen bis zu 18 Stunden am Tag anschaffen und sämtliche Einnahmen abgeben. Der Vorsitzende Richter bezeichnet die Tatumstände als "abstoßend" und "abartig".

Polizei-PM

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