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Die Staatsanwaltschaft äußerte sich zu den Todesfällen im "Biologischen Krebs-Zentrum".

Tote Krebspatienten

Mehrere Todesfälle: Heilpraktiker bestreitet Fehler

Mönchengladbach - Im Zusammenhang mit mehreren Todesfällen bei Patienten eines alternativen Krebszentrums am Niederrhein bestreitet der beschuldigte Heilpraktiker mögliche Behandlungsfehler.

Der Beschuldigte habe "im Wesentlichen pauschal bestritten, dass etwas falsch gelaufen sei", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag vor Journalisten in Mönchengladbach.

Darüber hinaus war die Verwendung des Präparats 3-Bromopyruvat bei der Behandlung der Patienten nach Angaben der ermittelnden Staatsanwaltschaft Krefeld nicht unzulässig. R. war als Heilpraktiker grundsätzlich berechtigt, 3-Bromopyruvat zu verwenden. Ob es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Mittel und den Todesfällen gibt, ist allerdings nach wie vor nicht endgültig geklärt. "Diesen Beweis können wir noch nicht abschließend führen", sagte der Sprecher.

Die Untersuchungen auch der Gerichtsmedizin würden voraussichtlich noch mehrere Wochen andauern. Es müsse unter anderem geklärt werden, in welcher Konzentration das Mittel den Patienten verabreicht worden sei.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Heilpraktiker Klaus R. wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Ende Juli waren drei Patienten gestorben, die in der Praxis in Brüggen-Bracht behandelt worden waren. Zwei weitere Patienten mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Bei den Behandlungen war das Präparat 3-Bromopyruvat verwendet worden. R. hatte in seiner Praxis überwiegend Patienten aus den Niederlanden behandelt.

Das Präparat wird nach Angaben des Krebsinformationsdienstes in Heidelberg seit einigen Jahren in "experimentellen Grundlagenstudien" untersucht. Bislang hat es demnach erst Untersuchungen an Zellkulturen in der Petrischale und erste Studien an Mäusen und Ratten gegeben. Es gab bislang noch keine klinischen Studien am Menschen, die Voraussetzung für eine Zulassung als Arzneimittel wären.

AFP

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