Schneechaos und ärztliche Versorgung: Störungen auf der Stammstrecke

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Heirat mit Hindus - Mütter töten ihre Töchter

Neu-Delhi - Im Norden Indiens sind zwei Frauen wegen des Vorwurfs des Ehrenmordes an ihren Töchtern festgenommen worden. Die jungen Frauen hatten hinduistische Männer geheiratet.

Die muslimischen Frauen sollen ihre 19 und 26 Jahre alten Töchter getötet haben, weil diese Beziehungen zu hinduistischen Männern eingegangen waren. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, erwürgten sie die Frauen, nachdem diese nach der Hochzeit mit den Männern nach Hause zurückgekehrt waren.

Die Nachbarinnen aus der Stadt Baghpat im Unionsstaat Uttar Pradesh waren zuvor mit den Männern durchgebrannt. Sie hätten gehofft, sich mit ihren Familien versöhnen zu können, sagte Polizeisprecher Anil Kumar Kusan. Die Mütter zeigten nach ihrer Festnahme am Freitag keine Reue. Die Mädchen hätten ihren Familien Schande gebracht, sagte einer der Mütter laut einem Bericht der Zeitung “Indian Express“.

Hochzeiten zwischen Muslimen und Hindus sind in Indien unüblich. Lediglich unter der besser gebildeten Stadtbevölkerung kommen solche interkonfessionellen Ehen häufiger vor. Obwohl sich die gesellschaftlichen Schranken mit dem wirtschaftlichen Aufschwung und der steigenden Zahl berufstätiger Frauen in Indien aufweichen, kommt es einer Studie zufolge jährlich noch immer zu rund 900 Fällen von Ehrenmorden.

Der oberste indische Gerichtshof hatte in der vergangenen Woche die Verhängung der Todesstrafe für Ehrenmorde empfohlen. Solche Taten seien barbarisch, erklärte das Gericht. Wer so eine Tat plane, müsse wissen, “dass ihn der Galgen erwartet“. Bisher erhalten Mörder meist lebenslange Haft.

dapd

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