+
Das Bild des Fotografen Christopher Michelzeigt mehrere Ballons beim Start etwa 40 Minuten vor dem Unglück.

Unfallursache steht jetzt fest

Ballon-Absturz in Ägypten: 19 Todesopfer

Luxor - Bei dem Absturz eines Heißluftballons in der ägyptischen Stadt Luxor sind 19 Menschen ums Leben gekommen. Ein kaputter Gasschlauch soll das Unglück verursacht haben.

Der Schlauch sei kurz vor der Landung gerissen, berichtete das Nachrichtenportal „Al-Ahram“ am Dienstag unter Berufung auf einen Mitarbeiter der Firma, die den Ballon am Morgen in die Luft geschickt hatte. 

Nach ersten Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes in Berlin sind unter den Opfern keine Deutschen. Die Insassen des Ballons kamen nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabija aus Asien, Ungarn, Frankreich und Großbritannien.

Ballon-Absturz in Ägypten: 19 Tote

Ballon-Absturz in Ägypten: 19 Tote

Der ägyptische Ballonführer und zwei britische Touristen retteten sich mit einem Sprung aus dem Ballon. Sie wurden den Angaben zufolge mit schweren Verbrennungen und Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Einer der Briten erlag schließlich seinen schweren Verletzungen.

Der Mitarbeiter der Ballonflug-Firma sagte, der Schlauch sei kurz vor der geplanten Landung gerissen. Die anschließende Explosion des Gastanks habe den Ballon erst in rasender Geschwindigkeit auf eine Höhe von 400 Metern aufsteigen lassen. Dann sei er zerplatzt. Der Korb mit den Touristen stürzte auf ein Zuckerrohrfeld im Westen der Stadt. Das Nachrichtenportal „youm7“ meldete, zwei Stunden nach dem Absturz seien alle Leichen geborgen worden. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen eingeleitet.

Ballon streift Hochspannungsleitung

Der Fotograf Christopher Michel aus San Francisco fuhr zufällig in einem anderen Ballon mit und konnte das Unglück aus nächster Nähe beobachten. Auf seinem Twitter-Account postete er mehrere Bilder, die vor dem Start und etwa 40 Minuten vor der Tragödie entstanden sind. Die Twitter-Userin @CherryTohamy tweeted, dass sie in einem Ballon neben dem Unglücks-Ballon war und beobachten konnte, wie dieser eine Hochspannungsleitung streifte und in Flammen aufging.

Es habe ein Feuer und eine Explosion gegeben, dann sei der Ballon in ein Zuckerrohrfeld gestürzt. Augenzeugen berichteten davon, dass mehrere Leichen in Plastiksäcke gepackt und abtransportiert wurden.

Luxor, das gut 500 Kilometer südlich von der Hauptstadt Kairo entfernt liegt, ist ein beliebter Touristenort. Auch Exkursionen mit dem Heißluftballon sind sehr beliebt - allerdings gab es immer wieder schwere Unfälle. So stürzte 2009 ein Ballon ab, 16 Touristen wurden verletzt. Im Februar 2008 stießen drei Heißluftballons zusammen, dabei wurden sieben Insassen verletzt.

AP/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

17-Jähriger fährt gegen Baum - Beifahrerin stirbt
Faistenau - Ein Unfall mit einem Baum hat einer 17-Jährigen das Leben gekostet. Der jugendliche Fahrer hatte sich stark alkoholisiert hinter das Steuer gesetzt.
17-Jähriger fährt gegen Baum - Beifahrerin stirbt
Schreck am Morgen: Schlange versteckt sich im Büro
Tannhausen - Eine Kornnatter hat die Polizei in Bayern in Atem gehalten. Die Schlange hatte sich in einem Büro versteckt und war von einem Angestellten entdeckt worden.
Schreck am Morgen: Schlange versteckt sich im Büro
Wochenende ohne Internet: Jugendlicher randaliert bei Uroma
Weilerbach - Ein 16-Jähriger soll das Wochenende bei seiner Uroma verbringen. In deren Wohnung findet er jedoch kein funktionierendes Internet vor. Das bringt ihn aus …
Wochenende ohne Internet: Jugendlicher randaliert bei Uroma
Kolumbiens Präsident hilft Achtjähriger bei Hausaufgaben
Bogotá (dpa) - Diese Hilfe bei Hausaufgaben würden sich viele Schüler wünschen: Weil sie Fragen zur Arbeit der Regierung hatte, hat sich eine Achtjährige in Kolumbien …
Kolumbiens Präsident hilft Achtjähriger bei Hausaufgaben

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion