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Gardasee-Drama: Vater rettet Sohn (14) aus dem Wasser und geht unter

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Von: Martina Lippl

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Die Guardia Costeria (Symbolfoto) sucht am Gardasee nach einem vermissten Urlauber.
Die Guardia Costeria (Symbolfoto) sucht am Gardasee nach einem vermissten Urlauber. © Guardia Costeria

Tragisches Unglück am Gardasee: Um seinen Sohn aus dem Wasser zu retten, ist ein Vater ohne zu zögern ins Wasser gesprungen. Seither ist der Mann vermisst.

Garda – Es geschah alles in Sekunden – doch dann tauchte der Mann nicht mehr auf. Die Küstenwache am Gardasee sucht nach einem 51-jährigen Vater. Hubschrauber, Rettungsboote und auch Taucher sind im Einsatz. Doch von dem Verunglückten fehlt bisher jede Spur. Besonders schrecklich: Der Vater (51) hatte zuvor seinen ältesten Sohn (14) aus dem Wasser vor Limone gerettet.

Vater rettet Sohn aus dem Gardasee und ertrinkt wohl selbst

Die vierköpfige britische Familie war am Freitag mit einem gemieteten Boot auf dem Gardasee (Italien) unterwegs, berichtet gardatoday.it. Ungefähr 200 Meter vom Ufer bei der Ortschaft Limone Sul Garda sei der Junge ins Wasser gesprungen. Plötzlich bemerkte der Vater demnach, wie der 14-Jährige offenbar in Schwierigkeiten geraten war. Ohne zu zögern, sei der Mann sofort ins Wasser gesprungen. Ihm gelang es, seinen Sohn zu erreichen und ihn auf dem Boot in Sicherheit zu bringen. Als die Frau sich um ihren Mann kümmern wollte, konnte sie ihn nicht mehr finden.

„Er hat getan, was jeder Vater für seinen Sohn getan hätte.“

„Er schaffte es, den Jungen zurück zum Boot zu bringen, wo er von seiner Mutter hineingezogen wurde“, beschreibt ein Kommandant der Küstenwache, den Unfallhergang, wie die britische Times berichtet. Die Ehefrau habe den Notruf 112 gewählt und um Hilfe geschrien.

„Wir waren etwa 100 Meter vom Ufer entfernt, als wir eine Frau um Hilfe schreien hörten. Ich schaute hinüber und er war auf einem Boot mit zwei Kindern, die kreischten und auf das Wasser zeigten, also riefen wir die Notdienste an und sie kamen sehr schnell“, berichteten Augenzeugen dem Onlineportal 361Magazin.

„Dieser Mann war ein Held und wir befürchten, dass er ertrunken ist, aber wir tun alles, um seine Leiche zu finden“, so der Kommandant. Jeder müsse langsam und vorsichtig ins Wasser gehen. „Er hat getan, was jeder Vater für seinen Sohn getan hätte.“

Die Küstenwache sucht unablässig mit Tauchern und Schlauchbooten den Gardasee nach dem Vermissten ab. Auch ein Hubschrauber und Roboter-U-Boote sind im Einsatz. An der Stelle ist der Gardasee über 150 Meter tief. Wegen schlechten Wetters musste die Suchaktion zeitweise unterbrochen werden. Zunächst gibt es keine Spur von dem Vermissten.

Ein weiterer Unfall schockt Italien am Wochenende: Vor der toskanischen Küste stießen eine Yacht und ein Segelboot zusammen. Die Touristen-Yacht „spaltete“ ein Segelboot. Ein Mann starb, eine Frau wird vermisst. Möglicherweise war ein eingeschalteter Autopilot die Unglücksursache. (ml)

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