"Hells Angel" soll zwölf Jahre in den Knast

Koblenz - Er erschoss einen SEK-Beamten durch die Tür seines Hauses: Wegen des Mordes soll ein Mitglied der Rockerbande “Hells Angels“ nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für zwölf Jahre in Haft.

Das forderte die Anklagebehörde in ihrem Plädoyer am Mittwoch vor dem Landgericht Koblenz. Auch wenn der Angeklagte nicht gewusst habe, dass ein Beamter eines Sondereinsatzkommandos (SEK) vor der Tür stand, habe er es in Kauf genommen, dass durch seine Schüsse ein Mensch tödlich verletzt werde, argumentierte die Staatsanwaltschaft. Zu berücksichtigen seien in dem Strafmaß auch vier Fälle von versuchter Nötigung und Erpressung, die dieser Tat vorausgegangen seien.

Großalarm für Polizei: Hells Angels kommen

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Der 44-Jährige ist angeklagt, im März 2010 in Anhausen (Kreis Neuwied) einen SEK-Beamten durch die geschlossen Haustüre hindurch erschossen zu haben. Die Polizei wollte sein Haus wegen des Verdachts auf mehrere Erpressungen durchsuchen. Im Verlauf des Prozesses hatte der Angeklagte zugegeben, zweimal von innen auf die geschlossene Haustür geschossen zu haben. Allerdings habe er nicht gewusst, dass dort ein Polizist gestanden habe. Vielmehr habe er geglaubt, es stünde ein Mitglied des rivalisierenden Rockerclubs “Bandidos“ vor der Tür, von dem er sich bedroht gefühlt habe.

dapd

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