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Einem zum Tode Verurteilten in Texas steht keine Henkersmahlzeit mehr zu Grund - der Grund ist kurios.

Todeskandidaten gehen leer aus

Aus diesem bitteren Grund wurde in Texas die Henkersmahlzeit abgeschafft

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In einigen US-Staaten ist die Todesstrafe immer noch erlaubt. Den Verurteilten steht üblicherweise eine Henkersmahlzeit zu. Texas schaffte diese nun ab.

Houston - Vor knapp 20 Jahren wurde Larry Ray Swearingen zum Tode verurteilt. Der mittlerweile 47-jährige soll damals seine Freundin vergewaltigt und anschließend getötet haben, wie express berichtet. Sie wurde im Januar 1999 von Jägern im Nationalforst von Houston in Texas gefunden. Seitdem sitzt der Mörder im Todestrakt, der Termin für seine Hinrichtung wurde immer wieder verschoben und nun auf den 21. August 2019 datiert. 

In den Staaten der USA, in denen es noch die Todesstrafe gibt, ist auch eine Henkersmahlzeit üblich. Die Verurteilten dürfen sich ein letztes Gericht aussuchen, welches sie kurz vor ihrem Tod essen wollen. Doch dieses letzte Mahl wird der Verurteilte Larry Swearingen nicht mehr zu sich nehmen dürfen.

Todeskandidat nutzte Henkersmahlzeit aus

Der Grund dafür hat aber nichts mit ihm zu tun. Der Bundesstaat Texas hat die Henkersmahlzeiten schlicht abgeschafft. Und zwar wegen eines einzigen Häftlings. Der zum Tode verurteilte Lawrence Russell Brewer, dessen grausamer Fall von Rassismus weltweit für Schlagzeilen sorgte - er band den afroamerikanischen James Byrd an sein Auto und schleifte ihn kilometerlang zu Tode - bestellte sich vor seiner Hinrichtung 2011 ein besonders opulentes Mahl. Er ließ sich Cheeseburger, Pizza, Fajitas, Grillfleisch, Eis und Bier auffahren, nur um dann nichts anzurühren. Das verärgerte den damaligen Senator sowie den Chef der Strafvollzugsbehörde so sehr, dass sie die Henkersmahlzeit abschafften.

„Die Opfer hätten ein solches Privileg auch nicht genossen.“

Als Begründung nannten, dass auch die Opfer der Mörder ein solches Privileg nicht genossen hätten. Inzwischen bekommen Todeskandidaten in Texas an ihrem letzten Tag dasselbe Essen, wie alle anderen Mitinsassen. 

Auch in anderen Bundesstaaten der USA gibt es bestimmte Regeln für den letzten kulinarischen Wunsch. In Florida darf die Bestellung maximal 40 Dollar kosten. In Oklahoma müssen die Todeskandidaten sogar nur mit 15 Dollar auskommen. Alkohol und Zigaretten sind tabu.

Im asiatischen Sultanat Brunei sollte gleichgeschlechtliche Liebe unter der Todesstrafe gestellt werden, doch aus diesem Grund rudert der Sultan zurück. Auch dem Wikileaks-Gründer Assange könnte die Todesstrafe drohen, er wurde kürzlich festgenommen.

Saudi-Arabien ist für seine martialischen Strafen berüchtigt. Nun soll dort der heute 18-Jährige Murtaja Qureiris nach fünf Jahren Haft hingerichtet werden.

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