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Stundelang wurde das Firmengebäude in Hennigsdorf von der Polizei belagert, in dem ein Mann mit einer Bombenexplosion drohte.

Nach Bombendrohung: Täter begeht Selbstmord

Hennigsdorf/Neuruppin - Stundenlange Hochspannung in Hennigsdorf in Brandenburg: Ein Mann droht in einem Haus mit einer Bombenexplosion. Die Polizei verhandelt. Wenig später wird der mutmaßliche Täter tot entdeckt.

Ein Mann, der am Mittwoch in Hennigsdorf in Brandenburg damit gedroht hat, ein Firmengebäude in die Luft zu sprengen, hat kurz darauf Selbstmord begangen. Das teilte die Polizeidirektion Nord am Abend mit. Nach diesen Angaben hatte sich der Mann, vermutlich ein 26-Jähriger aus dem benachbarten Berlin, stranguliert. Die Hintergründe für die Drohung und die Todesumstände waren bislang noch unklar.

Der Mann hatte das Geschäftshaus am frühen Nachmittag betreten und an die dort Beschäftigten unverständliche Forderungen gestellt. Als diese daraufhin die Polizei riefen, behauptete er, eine Bombe mit sich zu führen. Daraufhin verließen alle bis auf den Mann ungehindert das Haus. Am Abend stürmten schließlich Spezialkräfte der Polizei das Haus, in dem mehrere Firmen untergebracht sind, und fanden den Täter tot. Ein Sprengsatz wurde nicht entdeckt.

Die Polizei zog am Nachmittag einen 500 Meter großen Sperrkreis um das Gebäude. Es liegt in einem Gewerbegebiet des Hennigsdorfer Stadtteils Stolpe-Süd am Nordwestrand Berlins.

Ein nahe gelegenes Asylbewerberheim und der Ortsteil Stolpe-Süd wurden während des Einsatzes teilweise evakuiert. Die Polizei war mit rund 50 Beamten am Ort. Auf den Straßen in der Umgebung herrschte infolge der Sperrungen zeitweilig ein Verkehrschaos.

dpa

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