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Bei dem Zusammenstoß eines Learjet und eines Eurofighters über Olsberg-Elpe im Juni starben zwei Menschen. Jetzt ist die Unglücksursache geklärt.

Unglück im Juni

Flugzeugkollision über dem Sauerland geklärt

Berlin - Drei Monate nach dem Zusammenstoß eines Learjet mit einem Eurofighter über dem Sauerland ist der Hergang des Unglücks geklärt. Der Learjet offenbar eine zu enge Kurve.

Aus einem am Mittwoch veröffentlichten Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig geht hervor, dass der Learjet bei dem Luftwaffenmanöver offenbar ein zu enge Linkskurve flog und dadurch mit dem Kampfflugzeug kollidierte. Das Zivilflugzeug war nach dem Zusammenstoß abgestürzt, der 50-jährige Pilot und der 43-jährige Ko-Pilot kamen ums Leben.

Ein Sprecher der in dem Fall ermittelnden Staatsanwaltschaft Arnsberg sagte zu den Ergebnissen des Zwischenberichts, nun herrsche Klarheit über den Unfallablauf. Ob das Unfallgeschehen auf "persönliche Fehler" von Beteiligten zurückzuführen sei, müsse aber noch geklärt werden. Mit dem Abschlussbericht der BFU zu dem Absturz wird frühestens im kommenden Frühjahr gerechnet.

Der Learjet der Gesellschaft für Flugzieldarstellung (GFD) war am 23. Juni bei einer Abfang-Übung mit einem Eurofighter der Luftwaffe zusammengestoßen. Die Zivilmaschine prallte unweit der Ortschaft Olsberg-Elpe auf den Boden. Der Eurofighter wurde bei dem Zusammenprall schwer beschädigt. Dem 33-jährigen Piloten gelang es jedoch, die Maschine auf dem Militärflugplatz Nörvenich zu landen.

Dem BFU-Zwischenbericht zufolge war der Eurofighter kurz vor der Kollision in eine Linkskurve übergangen. Der Learjet flog zunächst nach rechts, steuere dann jedoch in eine scharfe Linkskurve. Zehn Sekunden vor dem Zusammenprall mit dem Eurofighter sagte der Ko-Pilot des Zivilflugzeugs: "Kannst Du mal nehmen, ich kann den nicht mehr sehen." Zum Unfallzeitpunkt zeichnete der Stimmenrekorder dumpfe Geräusche auf, wie es in dem Bericht weiter hieß. Eine Sekunde später stoppte die Aufzeichnung.

AFP

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