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Der heute 19-jährige Schütze tötete drei Menschen an einer US-High-School.

Stunden in Freiheit

High-School-Shooter aus Gefängnis ausgebrochen

Cleveland - Er erschoss drei Schüler in einer High School bei Cleveland - jetzt brach der inzwischen 19 Jahre alte Todesschütze aus einem Gefängnis im US-Bundesstaat Ohio aus.

Am Donnerstag kletterte der Mann nach Informationen lokaler Medien offenbar während einer Pause zusammen mit zwei anderen Insassen über einen Zaun des Oakwood-Gefängnisses. Wenige Stunden später konnte die Polizei ihn und einen der beiden anderen Männer wieder fassen. Zuvor hatte sie bei der Suche via Facebook um Hinweise gebeten.

Die Polizei in der Stadt Lima konnte den 19-Jährigen jedoch nach eigenen Angaben am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) fassen und zurück ins Gefängnis bringen. Zu den näheren Umständen der Flucht und der Festnahme gab es zunächst keine offiziellen Angaben. „Wir haben ihn...Jetzt noch einer“, twitterte die Polizei in Lima lediglich.

Ein 45-Jähriger sei weiter auf der Flucht, sagte der Polizeisprecher Andy Green laut BBC.

Bei der Schießerei an der High School in Cleveland starben drei Menschen.

Im Februar 2012 hatte der damals 17-Jährige in einer Cafeteria der Schule in Chardon das Feuer eröffnet. Zwei 16-Jährige und ein 17-Jähriger starben an ihren Schussverletzungen. Zwei Schüler wurden verletzt. 2013 wurde der Todesschütze unter anderem wegen Mordes zu einer dreimal lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Eine Mutter, deren 16-jähriger Sohn bei den Schüssen vor zweieinhalb Jahren getötet wurde, zeigte sich bestürzt über die Flucht. „Ich bin entsetzt darüber, dass das passiert ist“, sagte sie laut BBC-Bericht. Der Todesschütze hatte demnach vor Gericht gegrinst, wenn Angehörige der Opfer das Wort ergriffen. Bei seiner Verurteilung öffnete er sein Hemd, unter dem er ein T-Shirt mit der Aufschrift „Killer“ trug.

Obwohl ihm eine Psychose und Halluzinationen attestiert worden waren, wurde dem Jugendlichen der Prozess nach Erwachsenenrecht gemacht.

dpa

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