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Tania Kambouri ist Streifenpolizistin. Nun prangert sie die Missstände öffentlich an.

Ordnungshüterin packt aus

Immer mehr Gewalt: Verzweifelter Hilferuf einer Polizistin

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Bochum - Tania Kambouri fährt seit vielen Jahren als Polizeikommissarin in ihrer Heimatstadt Streife. Nun packt die junge Polizistin in einem Buch über die wachsende Anzahl von Übergriffen aus.

Immer mehr verbale und körperliche Übergriffe auf Polizisten - diese Zustände macht eine 32-Jährige Polizistin aus Bochum nun öffentlich. Nach einem bewegenden Leserbrief in der Gewerkschaftszeitung "Deutsche Polizei" im Jahr 2013 hat Tania Kambouri nun ein Buch veröffentlicht, in dem sie schonungslos Kritik übt. An den derzeitigen Verhältnissen, aber auch den politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die dazu führen.

Ihr Protestbuch mit dem Titel "Deutschland im Blaulicht. Notruf einer Polizistin" berichtet sie über ein Thema, das derzeit in Deutschland für viel Zündstoff sorgt: Übergriffe von Migranten. Aus ihrer Sicht als Streifenpolizistin schildert die 32-Jährige, die selbst Wurzeln in Griechenland hat, ihre eigenen Erlebnisse im Einsatz und ihre Gedanken zum Thema Einwanderung.

"Gewalt vermehrt von Migranten"

"Die Entwicklungen, die ich wahrnehme, beunruhigen mich mehr und mehr", erzählt Tania Kambouri in einem von ihrem Verlag veröffentlichten Interview. "Beamte im Einsatz erfahren immer häufiger psychische und physische Gewalt, und bedauerlicherweise zeigt unsere Erfahrung, dass diese vermehrt von Migranten ausgeht."

Besonders die weiblichen Kollegen würden mit einer speziellen Respektlosigkeit konfrontiert: "Leider kommt es bei unseren Einsätzen inzwischen häufig vor, dass Menschen aus muslimisch geprägten Ländern – und hier vor allem Männer – grundsätzlich das Gespräch mit einer Frau verweigern", berichtet Tania Kambouri.

Grundsätzlich gelte: Die Bürger hätten sich mit jenen Beamten abzufinden, die vor Ort eben eintreffen, so die 32-Jährige. Nur in besonderen Ausnahmefällen seien geschlechterspezifische Gespräche sinnvoll.

"Ohne Verheimlichung und Schönrederei"

Mit ihrem Buch will die Polizistin allerdings nicht hetzen oder polarisieren, denn, so sagt sie: "Die Fakten müssen ganz klar angesprochen werden, ohne Diskriminierung und Vorurteile, jedoch auch ohne Verheimlichung und Schönrederei. Wir müssen akzeptieren, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund hier leben werden."

Würden diese Schwierigkeiten ignoriert und weiterhin unter den Teppich gekehrt, so Kambouri weiter, könnte sich die Gesellschaft daran spalten: "Und zwar in Deutsche und integrierte Migranten und in jene Migranten, die in einer Parallelgesellschaft leben und ganz bewusst die hiesigen Werte, Normen und Gesetze missachten. So lässt sich kein friedliches Miteinander gestalten."

Ihr Buch "Deutschland im Blaulicht. Notruf einer Polizistin" ist am 5. Oktober im Piper Verlag erschienen.

vf

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