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Ninas Sarg wird aus der Kirche getragen

"Sie war doch noch so jung"

Bodenfelde - Noch immer fassungslos über den Mord an dem 14-jährigen Mädchen nahmen Angehörige und Freunde in Bodenfelde Abschied von Nina.

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Etliche Trauergäste brechen in Tränen aus, als in der kleinen Christuskirche im niedersächsischen Bodenfelde der Gottesdienst für die ermordete Nina beginnt. Rund 400 Menschen sind gekommen, um dem Mädchen das letzte Geleit zu geben, unter ihnen auch viele Mitschüler. “Wir stehen verzweifelt, erschüttert und sprachlos vor der grausamen Tat und müssen von Nina Abschied nehmen“, sagt Pastor Mark Trebing vor dem zwischen Kerzen stehenden und mit weißen Blumen geschmückten Sarg. “Sie war doch noch so jung und hatte noch so viel Lebensweg vor sich. “ Jetzt gehe Nina einen anderen Weg “ganz nah bei Gott“, versucht der Pastor die Hinterbliebenen in der bewegenden Trauerrede zu trösten.

Jugendliche in Bodenfelde ermordet

Jugendliche in Bodenfelde ermordet

Nach dem Gottesdienst gehen viele mit einer Kerze in der Hand dem Sarg voraus, um eine Menschenkette auf dem mehrere hundert Meter langen Weg von der Christuskirche zum Friedhof zu bilden. Bodenfelde will mit der Aktion ein Zeichen setzen für Hoffnung, Liebe und gegen Gewalt, wie auf einigen Schildern zu lesen ist. Auch eine knappe Woche, nachdem Nina und der 13-jährige Tobias ermordet aufgefunden wurden, stehen viele Einwohner des 3.600-Seelen-Ortes noch immer unter Schock.

Die Stelle, an der Jan O. seine beiden Opfer umgebracht haben soll, liegt nicht weit von dem Friedhof entfernt, auf welchem der Sarg nun ins Grab hinuntergelassen wird. Die Gemeinde hat die Gräber der ermordeten Teenager entgegen dem ursprünglichen Belegungsplan in die Mitte des Friedhofs verlegt. “Die Angehörigen hätten sonst beim Besuch des Grabes auf den Tatort blicken müssen“, sagt Bodenfeldes Bürgermeister Hartmut Koch.

“Ganz Bodenfelde trauert mit den Angehörigen, wir alle sind tief betroffen“, sagt Koch. Er ist selbst den Tränen nahe. Der Weihnachtsmarkt in dem kleinen Ort ist wegen der grausamen Tat in diesem Jahr abgesagt worden. An kaum einem der Fachwerkhäuschen befindet sich weihnachtliche Dekoration. Doch das Leben müsse irgendwann weitergehen, sagt der Bürgermeister. Die Solidarität der Bewohner des Örtchens mit den Angehörigen von Nina und Tobias mache ihm Hoffnung.

Am Samstag wird Bodenfelde von dem 13-jährigen Tobias Abschied nehmen.

dapd

Der bewegende Abschied von Mordopfer Nina (14)

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