+
Das Technische Hilfswerk (THW) schickt noch am Abend eine ein Vorbereitungs-Team nach Japan.

THW schickt Bergungsspezialisten nach Japan

Berlin -  Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan sind die ersten Hilfsorganisationen aus Deutschland auf dem Weg in das Katastrophengebiet.

Lesen Sie hierzu

Monster-Beben: Jetzt droht eine Kernschmelze

Deutschland schickt an diesem Samstag rund 40 Spezialisten des Technischen Hilfswerkes (THW) ins japanische Erdbebengebiet.

Das Team sei auf die Rettung und Bergung von Menschen in Katastrophengebieten spezialisiert, teilte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am Freitag in Berlin mit. Zusätzlich seien bereits vier THW-Experten auf dem Weg, um die Deutsche Botschaft in Tokio bei der Erkundung weiterer Hilfsmaßnahmen zu unterstützen.

Erdbeben in Japan

Erdbeben und Tsunami: Bilder der Verwüstung aus Japan

Die THW-Spezialisten gehören den Angaben zufolge zum Team Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA). Sie stehen innerhalb von sechs Stunden nach ihrer Alarmierung zum Abflug bereit. Die SEEBA war unter anderem auch nach den schweren Erdbeben in Indien 2001, im Iran 2003 und in Pakisten 2005 im Einsatz. “Die heutigen Nachrichten und Bilder aus Japan haben uns alle tief erschüttert“, sagte Friedrich.

“Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen, den Verletzten und Angehörigen der vielen Todesopfer sowie allen Japanern, die so plötzlich ihr Hab und Gut und Ihr Zuhause verloren haben.“ Deutschland habe der japanischen Regierung umgehend Unterstützung angeboten. “Wir stehen bereit, Japan im Bedarfsfall auch mit weiteren Experten und Logistik bei der Bewältigung der Erdbebenfolgen zu unterstützen, sagte Friedrich.

Vorabtruppe soll noch am Freitag fliegen

Vier Experten eines Teams des Technischen Hilfswerkes (THW) wollten noch am Freitagabend von Frankfurt/Main aus nach Tokio fliegen. Sie sollten Vorbereitungen treffen für den Einsatz der nachfolgenden Helfer.

Seit Freitagnachmittag wurde in dem THW-Lager für Auslandseinsätze in Mainz Bergungs- und Ortungsgerät zusammengepackt, wie ein THW-Sprecher auf Anfrage sagte. Auch eine Suchhundestaffel ist dabei. Wo genau die Gruppe in Japan eingesetzt werden sollte, war noch unklar. Eine Sprecherin des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft erklärte, über einen Einsatz solle am Samstag entschieden werden.

“Die Einsatzteams stehen bereit.“ Die Mitgliederorganisationen hätten zunächst Kleingruppen mit Visa und Alarmpaketen ausgestattet. Die Aktion Deutschland Hilft hat rund 20 Mitglieder. Dazu zählen der Arbeiter-Samariter-Bund, Care Deutschland und Malteser. Das katholische Hilfswerk Caritas stellte für die Erdbebenopfer 50.000 Euro bereit und rief die deutsche Bevölkerung zu Spenden auf. Die Organisation äußerte die Befürchtung, dass einige Pazifik-Inseln vollständig überflutet werden könnten.

dapd/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lotto am Samstag: Das sind die Gewinnzahlen
Saarbrücken - Jeden Samstag warten die Spieler auf das Ergebnis der Ziehung. Hier sind die Lottozahlen vom 21. Januar 2017.
Lotto am Samstag: Das sind die Gewinnzahlen
Bus wird bei Verona zur Todesfalle: Heldenhafter Sportlehrer
Verona - Mitten in der Nacht prallt ein Bus gegen einen Pfeiler und fängt Feuer, ein Schülerausflug endet auf grausame Weise. Ein Lehrer rettet offenbar mehreren …
Bus wird bei Verona zur Todesfalle: Heldenhafter Sportlehrer
Beim Sex in Disco gefilmt - Polizei fahndet nach Liebespaar
Stuttgart - Ein Paar hat sich in einer Stuttgarter Disco einschließen lassen, um dort ein Schäferstündchen zu verleben. Doch dann werden die Eindringlinge gefilmt und …
Beim Sex in Disco gefilmt - Polizei fahndet nach Liebespaar
Nach Amokfahrt: Säugling erliegt seinen Verletzungen
Melbourne - Die Amokfahrt eines jungen Mannes hat das fünfte Todesopfer gefordert. Ein Baby erlag seinen schweren Verletzungen. Der Fahrer soll psychische Probleme haben.
Nach Amokfahrt: Säugling erliegt seinen Verletzungen

Kommentare