+
Rund 1,4 Millionen Kinder sind auf der Flucht. 

1,4 Millionen Kinder auf der Flucht

Hilfsorganisationen warnen vor schwerer Hungerkrise in Nigeria

Internationale Hilfsorganisationen haben vor einer Hungerkrise im Nordosten Nigerias gewarnt. Rund 4,4 Millionen Menschen seien in dem westafrikanischen Land von Hunger bedroht.

Das teilte Oxfam am Freitag im Namen von 14 weiteren Hilfsorganisationen mit. Oxfam kritisiert, dass Binnenvertriebenen zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet werde.

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram führt im Nordosten Nigerias einen blutigen Feldzug zur Errichtung eines islamischen Staats und bedroht zugleich mehrere afrikanische Länder. Seit 2009 töteten die radikalen Islamisten in Nigeria, Kamerun, Niger und dem Tschad mindestens 14 000 Menschen, etwa 2,7 Millionen Menschen sind auf der Flucht.

„Wir erleben hier eine unglaubliche Solidarität unter der Bevölkerung, die Vertriebene großzügig aufnimmt“, sagte Lisa Bay, Einsatzleiterin von Oxfam in der Tschadsee-Region. „Aber die Gastfamilien haben inzwischen selbst nichts mehr, was sie mit den Vertriebenen teilen könnten.“

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks (Unicef) hatte die Gewalt der islamistischen Terrorgruppe rund 1,4 Millionen Kinder im Nordosten Nigerias und den Nachbarstaaten zur Flucht gezwungen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Das ist alles neu in unserer iOS- und Android-App
Unsere Nachrichten-App für iOS und Android bekommt ein großes Update. Diese Änderungen sind für Sie besonders wichtig.
Das ist alles neu in unserer iOS- und Android-App
Das boomende Geschäft mit den Gentests
Kommerzielle Gentests liegen in den USA schon lange im Trend. Nun boomen die Lifestyle-Angebote auch in Deutschland. Dabei ist nur wenig über den Markt bekannt. Experten …
Das boomende Geschäft mit den Gentests
Zu „sexuell“: Facebook sperrt dieses Rotkehlchen
Auch bei genauerem Hinsehen ist auf dem Bild eines Rotkehlchens der schottischen Künstlerin Jackie Charley nichts Anzügliches zu erkennen. Da war Facebook allerdings …
Zu „sexuell“: Facebook sperrt dieses Rotkehlchen
Streifenwagen statt Taxi: Polizei zieht Angetrunkenen wegen ständigen Notrufen aus dem Verkehr
Statt sich einfach ein Taxi zu rufen oder nachhause zu laufen, hatte ein Mann in Hagen einen ganz anderen Einfall: Mehrmals rief er in frühen Morgenstunden die 110 an. …
Streifenwagen statt Taxi: Polizei zieht Angetrunkenen wegen ständigen Notrufen aus dem Verkehr

Kommentare