1. Startseite
  2. Welt

Drama am Himalaya: Rekord-Skibergsteigerin nach Sturz vermisst – nun herrscht traurige Gewissheit

Erstellt:

Von: Martina Lippl

Kommentare

Die Rekord-Skibergsteigerin Hilaree Nelson galt im Himalaya seit Montag als vermisst. Nun hat ein Suchteam einen leblosen Körper gefunden.

Update vom 28. September, 11.33 Uhr: Es ist jetzt traurige Gewissheit. Suchteams haben am Mittwoch die Leiche der vermissten Skibergsteigerin gefunden und geborgen. Hilaree Nelson ist im Alter von 49 Jahren bei einem Unfall am Mount Manaslu ums Leben gekommen. Nelsons Leiche wurde auf 6.000 Metern am Mittwochmorgen entdeckt, sagte Jiban Ghimire von Shangri-La Nepal Treks laut Katmandupost.

Ein Hubschrauber sei zuvor aus 6.500 Metern gelandet und habe drei Sherpa-Führer und ihren Partner Jim Morrison abgesetzt. „Ihre Leiche wurde ins Basislager gebracht“, so Ghimire. Nach Abschluss von rechtlichen Formalitäten würde sie nach Kathmandu geflogen.

Hilaree Nelson (†49) bezwang 2012 als erste Frau innerhalb von 24 Stunden den Mount Everest und den Nachbarberg Lothse. 2018 bewältigte sie die erste Skiabfahrt auf dem Lothse. Bei der Abfahrt vom Mount Manaslu (8.163 Meter) stürzte die 49-Jährige am Montag (26. September 2022). Seitdem galt die Skibergsteigerin als vermisst. Nun die traurige Nachricht: Am achthöchsten Berg der Welt ist Hilaree Nelson ums Leben gekommen. Sie hinterlässt ihren Lebensgefährten und zwei Söhne.

Drama am Himalaya: Rekord-Skibergsteigerin und Zweifach-Mama nach Sturz in Gletscherspalte vermisst

Erstmeldung vom 27. September 2022

Kathmandu – Es regnet und schneit – das schlechte Wetter würde die Rettungsarbeit mit zwei Hubschraubern behindern, sagte ein Sprecher des nepalesischen Tourismusministeriums, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Die Suche nach der US-Skifahrerin Hilaree Nelson (49) auf dem Mount Manaslu im Himalaya mache kaum Fortschritte.

Hilaree Nelson (49) im Himalaya vermisst – Skibergsteigerin stürzte in eine Gletscherspalte

Die 49-Jährige ist auf dem Manaslu (8.163 Meter) seit Montag verschwunden, nachdem sie den achthöchsten Berg der Welt erfolgreich mit ihrem Partner Jim Morrison bestiegen hatte. Hilaree Nelson sei den Berg hinuntergefahren und dann in eine Gletscherspalte gestürzt, sagte ein Mitarbeiter der Trekkingfirma Shangri-la Nepal Trek, die die Expedition organisiert hat.

„Sie hatte gestern einen Unfall“, sagte Jiban Ghimire von Shangri-La Nepal Treks, der die Expedition organisierte, am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, wie der britische The Guardian berichtet. „Wir versuchen, Klarheit darüber zu bekommen, was passiert ist.“

US-Skibergsteigerin Hilaree Nelson
 (49) im Himalaya vermisst (Archivfotos).
US-Skibergsteigerin Hilaree Nelson (49) galt Himalaya am Manaslu vermisst (Archivfotos). © Niranjan Shrestha/AP/dpa/imago

Ihr Partner Jim Morrison habe sicher das Basislager erreicht und begleite das Such- und Rettungsteam. Das Bergsteiger-Duo habe geplant, auf der Suche nach einem der gefährlichsten senkrechten Stürze der Welt den scharfen Messergrat hinunterzufahren, ist in der Kathmandupost zu lesen.

„Ich habe mich auf Manaslu nicht so sicher gefühlt wie bei früheren Abenteuern in der dünnen Atmosphäre des hohen Himalaya“, schreibt Nelson am Donnerstag in einem Instagram-Post. „Die letzten Wochen haben meine Belastbarkeit auf neue Weise getestet.“ Ihre 68.800 Follower hoffen jetzt auf gute Nachrichten.

Rekord-Skibergsteigerin Hilaree Nelson (49) im Himalaya vermisst

Hilaree Nelson, Mutter von zwei Kindern, bestieg im Mai 2012 als erste Frau den Mount Everest und den benachbarten Mount Lhotse in weniger als 24 Stunden. 2018 kehrte sie zum Lhotse zurück und bewältigte die erste Skiabfahrt des Berges. Seit Montag wird Nelson am Mount Manaslu vermisst.

Unterhalb der Gletscherspalte ging am selben Tag eine Lawine ab, die einen nepalesischen Kletterer auf dem Manaslu tötete. Einen Zusammenhang mit dem Unfall der US-Amerikanerin soll es jedoch nach aktuellen Informationen nicht geben. Bei der Lawine seien mindestens ein nepalesischer Sherpa-Bergführer getötet und 14 weitere Sherpas teils schwer verletzt worden. Sie hätten Gepäck einer Bergsteigergruppe zu einem Höhenlager gebracht, als sie von der Lawine getroffen worden seien.

Im Frühjahr 2022 stürzte ein Flugzeug im Himalaya ab. Zwei Deutsche waren unter den Todesopfern. (ml mit Material der dpa)

Auch interessant

Kommentare