Neuer Termin steht noch nicht fest

Todeskandidat in den USA entgeht Hinrichtung in letzter Minute

Altmore - Die Hinrichtung eines zum Tode verurteilten Gefangenen im US-Bundesstaat Alabama wurde bereits zum siebten Mal verschoben. Bis heute bestreitet der Angeklagte, schuldig zu sein.

Das Urteil gegen den 74-jährigen Thomas Arthur sollte am Donnerstagabend (Ortszeit) im Gefängnis von Altmore vollstreckt werden, der Oberste Gerichtshof stoppte die geplante Exekution jedoch nach einem letzten Appell durch Arthurs Anwälte. Der Gerichtshof machte aber keine Angaben zur Dauer des Aufschubs.

Angebliches Verbrechen liegt 34 Jahre zurück

Arthur sitzt seit Jahrzehnten im Gefängnis. Er war wegen des Mordes an einem Mann im Jahr 1982 zum Tode verurteilt worden. Er soll im Auftrag seiner Geliebten deren Ehemann ermordet haben, er selbst beteuerte aber stets seine Unschuld. Er bekam in den vergangenen Jahren bereits sechs Mal einen Aufschub seiner geplanten Hinrichtung, dies war nun das siebte Mal, dass sie verschoben wurde.

Hinrichtungspraxis verfassungswidrig?

Seine Anwälte stützen sich diesmal auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 12. Januar. Dieses hatte entschieden, dass die Hinrichtungspraxis im Bundesstaat Florida verfassungswidrig sei, weil die Entscheidung über Leben oder Tod dort nicht von einer Jury getroffen wird. Der sechste Zusatzartikel zur Verfassung der USA sehe im Fall von Todesurteilen nicht einen Richter, sondern eine Jury zur Prüfung aller Fakten vor, argumentierten sie. Eine bloße Empfehlung der Jury reiche nicht. Arthurs Anwälte sehen diese Probleme auch in Alabama.

dpa

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