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Ein Vorhersage-Model der National Oceanic and Atmospheric Administration zur Tsunami-Entwicklung nach dem Beben in Japan

Hintergrund: So entstehen Tsunamis

Berlin - Tsunami genannte Riesenwellen können entstehen, wenn Erdbeben oder Vulkanausbrüche den Meeresboden erschüttern.

Im Gegensatz zu normalen Wellen, bei denen nur das Wasser an der Meeresoberfläche wogt, geraten bei einem Tsunami (japanisch: große Welle) auch die tiefen Wasserschichten in Bewegung. Mit gewaltiger Energie reißen die Monsterwellen Häuser und Schiffe mit sich fort. Tsunamis können tausende Kilometer über die Tiefsee zurücklegen, bis zu 900 Kilometer in der Stunde. Auf hoher See ist diese Welle gewöhnlich nicht höher als zwei oder drei Meter und wird wegen ihrer großen Wellenlänge von Schiffen oft gar nicht bemerkt.

In flachen Küstengewässern und engen Buchten läuft sie dann aber zu enormen Höhen von bis zu 40 Metern auf und kann Landstriche verwüsten. Das höchste Tsunami-Risiko besteht wegen der großen Aktivität der Erdkruste rings um den Pazifik. Frühwarndienste versuchen mit Sensorbojen, Computern und Satelliten, Gebiete rechtzeitig vor möglichen Riesenwellen zu warnen. Bei der Tsunami-Katastrophe am 26. Dezember 2004 in Südostasien kamen etwa 230 000 Menschen ums Leben.

dpa

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