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Der Attentäter hatte in der Redaktion der Zeitung "Libération" auf einen Foto-Assistenten geschossen.

Mysteriöser Täter weiter auf der Flucht

700 Hinweise bei Jagd nach Pariser Schützen

Paris - Trotz hunderter Hinweise aus der Bevölkerung ist der mysteriöse Schütze von Paris, der in einer Zeitungsredaktion und vor einer Bank um sich geschossen hat, nach wie vor auf der Flucht.

DNA-Untersuchungen bestätigten inzwischen den Verdacht, dass bei den Schüssen am Montag in einem Zeitungshaus und vor einer Bank sowie bei der Geiselnahme eines Autofahrer ein einziger Täter am Werke war, wie der Staatsanwalt von Nanterre, Robert Gelli, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP sagte. Zuständig sei nun allein die Staatsanwaltschaft von Paris.

Der unbekannte Mann europäischen Typs hatte am Montagmorgen bei der Zeitung "Libération" einen Foto-Assistenten durch Schüsse aus einem Gewehr schwer verletzt. Danach hatte er auf eine Bank im Geschäftsviertel La Défense am Pariser Stadtrand geschossen und einen Autofahrer gezwungen, ihn zum Prachtboulevard Champs-Elysées zu bringen, wo sich die Spur des Täters dann verlor.

Nach einem Zeugenaufruf am Montagabend und der Veröffentlichung mehrerer Fotos des Verdächtigen gingen bis Dienstagabend rund 700 Anrufe bei der Polizei ein. Davon würden rund 270 ausgewertet, wie die Polizei mitteilte. Drei Menschen wurden auf Polizeistationen für "zusätzliche Überprüfungen" gebracht. Keine der Kontrollen erbrachte bisher aber die Identifizierung oder Festnahme des Schützen.

Der etwa 35 bis 45 Jahre alte Unbekannte wird auch verdächtigt, Journalisten des Nachrichtensenders BFMTV bereits am Freitag mit einem Gewehr bedroht zu haben. Dabei wurde aber niemand verletzt. Die Polizei befürchtet, dass der Schütze noch einmal zuschlagen könnte. Die Motive des Mannes liegen völlig im Dunkeln.

AFP

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