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Hiroshima gedenkt des Atombombenabwurfs

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Hiroshima - Mit einem Appell zur Begrenzung der nuklearen Bedrohung in der Welt hat die japanische Stadt Hiroshima am Sonntag des Atombombenabwurfs vor 62 Jahren gedacht. Rund 45 000 Menschen versammelten sich um 8.15 Uhr (Ortszeit) zu einer Schweigeminute.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Amerikaner 1945 die erste im Krieg eingesetzte Atombombe über der westjapanischen Stadt abgeworfen. Schätzungsweise 140 000 Menschen starben binnen weniger Monate.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe nahm an der Gedenkveranstaltung teil und erklärte, Japan wolle keine Atomwaffen besitzen und werde auch nicht deren Stationierung in Japan zulassen. Der Bürgermeister von Hiroshima, Tadatoshi Akiba, sagte in seinem Friedensappell, Hiroshima sei nach dem Atombombenabwurf «eine Hölle» gewesen. Die Überlebenden hätten die Toten beneidet. Japan solle stolz auf seine pazifistische Verfassung sein und sich für eine Welt ohne Atomwaffen einsetzen.

Am 9. August warfen die Amerikaner über der Stadt Nagasaki eine zweiten Atombombe ab. Dadurch starben etwa 70 000 Menschen. Kurz darauf kapitulierte Japan.

Auch Jahrzehnte nach Hiroshima sterben jährlich noch Tausende an den Spätfolgen der atomaren Strahlung wie Leukämie oder verschiedenen Formen von Krebs. Inzwischen hat sich die Zahl der Opfer offiziell auf mehr als 242 000 erhöht.

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