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Hisbollah-Führer Nasrallah ruft Israel zu Gefangenenaustausch auf

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- Beirut - Der Führer der radikalislamischen Hisbollah im Libanon, Hassan Nasrallah, hat Israel zu einem Gefangenenaustausch aufgerufen. Um die Freilassung von zwei entführten israelischen Soldaten zu ermöglichen, solle Israel libanesische Gefangene freilassen, sagte Nasrallah. Wenn die radikalislamische Miliz gewusst hätte, dass Israel mit einer groß angelegten Libanon-Offensive auf die Entführung der beiden Soldaten reagieren würde, hätte die Hisbollah die Israelis nicht entführt, sagte Nasrallah.

Italien will sich nach seinen Angaben an den Bemühungen um einen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der radikal-islamischen Miliz beteiligen. "Das Thema Gefangenenaustausch steht zur Diskussion und Italien möchte sich daran beteiligen". Der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri solle die Federführung bei Verhandlungen über einen Austausch übernehmen, hieß es. Zuvor hatte die ägyptische Zeitung "Al Ahram" berichtet, dass Deutschland einen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hisbollah vermittelt.

Mit deutscher Vermittlung solle spätestens in drei Wochen der Gefangenenaustausch zwischen Israel und Hisbollah zustande kommen, berichtete die Kairoer Zeitung unter Berufung auf hohe Regierungsbeamte. Ein deutscher Unterhändler bereite eine Lösung vor. Mit der Entführung der israelischen Soldaten hatte Israel die Libanon-Offensive begonnen.

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