Christian Bormann
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Christian Bormann hat offenbar ein 80 Meter langes Stück der Berliner Mauer entdeckt und erst jetzt öffentlich gemacht.
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Christian Bormann hat offenbar ein 80 Meter langes Stück der Berliner Mauer entdeckt und erst jetzt öffentlich gemacht.

Jetzt pilgern alle zu diesem von ihm entdeckten Ort

„Historischer Moment“: Enormer Ansturm nach spektakulärem Fund mitten in Berlin

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Ein 37-Jähriger hat einen womöglich historischen Fund mitten in Berlin gemacht und 18 Jahre lang geheim gehalten. Seit alle davon wissen, ist der Ansturm enorm.

Berlin - Auch fast dreißig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer kommen immer noch Fragmente der Sperranlage ans Licht. Ein Hobbyhistoriker machte jetzt die Entdeckung eines womöglich bislang unbekannten Abschnitts aus den frühesten Tagen der Sperranlage bekannt: Der 80 Meter lange Mauerabschnitt in einem Waldstück in Pankow sei das letzte existierende Stück der Ur-Mauer, sagte der Heimatforscher Christian Bormann der Deutschen Presse-Agentur.

Der 37-Jährige entdeckte die Mauer nach eigenen Angaben bereits vor 18 Jahren. Gemeldet hatte er den Fund den Behörden erst diese Woche. Die „Berliner Zeitung“ hatte zuerst darüber berichtet.

„Die Leute pilgern regelrecht dahin“

Es gibt noch einen weiteren Grund für die Geheimhaltung seit der Entdeckung 1999, schreibt der „Tagesspiegel“. Um „den Ort nicht zu vernichten“, sagt Bormann. „Ich hätte es noch 50 Jahre für mich behalten. Nun habe ich die Notbremse gezogen.“ Weil die Wetterschäden zu groß sind, wagt er den Gang in die Öffentlichkeit. Und schon jetzt ist der Ansturm enorm. „Die Leute pilgern regelrecht dahin“, sagt er. 

Die Behörden hätten Berichte über seinen Fund zunächst nicht glauben können, sagte Bormann. Gesine Beutin von der Gedenkstätte Berliner Mauer sagte, man vermute, dass Bormann tatsächlich einen Teil der Ur-Mauer entdeckt haben könnte. Falls es sich um ein Originalstück der Berliner Mauer handeln sollte, dann wäre dies ein „historischer Moment“, und das Areal müsse geschützt werden, meinte Beutin.

Für diesen Donnerstag erwartet Bormann Besuch vom Europa-Abgeordneten Arne Gericke (Freie Wähler). Der Rostocker Politiker hält Bormanns Fund laut „Berliner Zeitung“ für eine „Entdeckung von europäischer Tragweite“.

lin/dpa

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