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Der Laden mit dem Namen "Hitler" im indischen Ahmedabad.

Der I-Punkt ist ein Hakenkreuz

Hitler-Geschäft: "Haben kein Recht gebrochen“

Neu Delhi - Zwei Inder nennen ihren neuen Laden „Hitler“. Die jüdische Gemeinde protestiert. Die historische Tragweite scheint den Besitzern noch immer nicht bewusst zu sein.

Die Besitzer eines Bekleidungsgeschäftes mit dem Firmennamen „Hitler“ erwägen nach heftigen Protesten die Umbenennung ihres Ladens im westindischen Ahmedabad. „Es ist nicht unsere Absicht, jemanden zu verletzten“, sagte Geschäftsmann Rajesh Shah am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Wenn sein Partner in wenigen Tagen von einer Auslandsreise nach Indien zurückkehre, werde man über einen Namenswechsel reden und gemeinsam eine Entscheidung treffen.

Das „Hitler-Geschäft“ war im vergangenen Monat in Ahmedabad, der größten Stadt des Bundesstaates Gujarat, eröffnet worden. Es bietet westliche Herrenbekleidung an. Über dem Eingang prangt der Name des Diktators, der I-Punkt ist als Hakenkreuz dargestellt.

Die jüdische Gemeinde von Ahmedabad habe die sofortige Umbenennung des Ladens verlangt, sagte Shah. „Aber nach Auskunft unseres Anwalts haben wir kein indisches Recht gebrochen.“ Zudem beteuerte er, sein Partner und er hätten den Laden nach einem Onkel benannt, der wegen seiner Strenge „Hitler“ genannt worden sei. Die historische Bedeutung sei ihnen nicht bewusst gewesen.

Der israelische Generalkonsulin im Mumbai, Orna Sagiv, zeigte sich geschockt von der „taktlosen“ Namensgebung. Im Sender BBC kündigte sie an, den Fall bei der Regierung von Gujarat anzusprechen.

Auch im Internet formierte sich Protest. Mit Hilfe einer Online-Petition sollen die Behörden dazu gebracht werden, den Ladeninhabern die Verkaufslizenz zu entziehen. „Der Mörder von sechs Millionen Juden darf keinen Platz im Lande Gandhis haben“, schreibt einer der Initiatoren. Gujarat ist der Geburtsort des indischen Unabhängigkeitshelden Mahatma Gandhi, der für seinen gewaltlosen Widerstand gegen die Briten verehrt wird.

dpa

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