Hitze und heftige Unwetter in Italien: Gewitter rollen auf Touristen-Regionen zu
Im Nordosten Italiens muss ab Montagabend (19. Juni) mit Gewittern und Regen gerechnet werden. Die Wetterbedingungen haben schwere Folgen für den Tourismus.
München/Bozen – Urlauber in Italien erwartet in den kommenden Tagen überwiegend Sonne und Hitze, in einigen nördlichen Regionen aber auch Gewitter. Besonders in Südtirol und der Region Piemont wird am Montagabend (19. Juni) ein Wetterumschwung mit Regen und Wind vorhergesagt. Die seit Wochen anhaltenden wechselhaften Wetter-Bedingungen in Italien haben teils erhebliche Folgen für den Tourismus. Ab Dienstag (20. Juni) kommen zusätzlich Streiks an italienischen Flughäfen zu den bestehenden Problemen hinzu.
„Aufgrund der von den Zivilschutzbehörden ausgerufenen gelben Alarmstufe für die Gefahr schwerer Gewitter, die auch das Trentino-Südtirol betreffen, ruft die Gemeindeverwaltung erneut zur Vorsicht auf“, teilte die Stadtgemeinde Meran am Montag mit. Die hohen Temperaturen von bis zu 30 Grad finden laut Wetterprognose in der nordöstlich gelegenen Provinz ab dem Nachmittag ein Ende. Nach anfänglicher Wolkenbildung ziehen laut dem italienischen Wetterdienst meteo.it im Laufe des Abends Gewitter auf.
Italien kämpft mit Hitze und Unwetter: Südtirol bereitet sich auf Gewitter vor
Während rund um Trient eher kleinere Gewitter und Regen erwartet werden, rief der Wetterdienst besonders für Bozen die gelbe Gewitter-Warnstufe aus. Die Stadtgemeinde Meran bat die Bürger deshalb, „äußerste Vorsicht walten zu lassen und mögliche Gefahrenstellen zu meiden.“ Das Wetter soll sich voraussichtlich am Dienstag vorerst beruhigen, bevor am Mittwoch und Donnerstag vereinzelt wieder Gewitter ausbrechen können.

Die Provinz Trentino-Südtirol ist nicht die einzige Region im Norden Italiens, in der wechselhaftes Wetter erwartet wird. Auch rund um die Stadt Venetien im Nordosten Italiens wird mit Regen und sinkenden Temperaturen gerechnet, die sich von der Adria bis zu den Alpen erstrecken. Zudem bleiben die Alpen im Nordwesten voraussichtlich nicht von schlechtem Wetter verschont. Eine Gewitter-Warnstufe wurde für diese Regionen im Gegensatz zu Trentino-Südtirol aber noch nicht ausgerufen.
Unwetter in Italien schrecken Touristen ab - zahlreiche Stornierungen für Juni und Juli
Welche Auswirkungen die teils schweren Unwetter in Italien auf den Tourismus haben, zeigt sich unterdessen in der norditalienischen Region Emilia Romagna. Dort suchten kürzlich noch heftige Unwetter und Regenfälle die Region heim. Überschwemmungen forderten Tote und Vermisste, tausende Menschen mussten evakuiert werden. Mittlerweile hat sich die Lage zwar wieder beruhigt, doch besonders von ausländischen Touristen fehlt an den Badeorten an der Adria weiterhin jede Spur.
„Jeder zweite Deutsche hat derzeit seine Reservierung für den Juni-Urlaub in der Romagna storniert, für den Juli liegen wir bei 25 Prozent Stornierungen“, teilte die Präsidentin des Hotelierverbands Federalberghi der Emilia Romagna, Patrizia Rinaldis, laut Informationen der Berliner Morgenpost mit. Deutsche seien vermutlich davon ausgegangen, dass auch die Küstengebiete von den Überschwemmungen betroffen war. Dies ist jedoch nicht der Fall. Viele Badeorte an der Riviera seien demnach verschont geblieben. (nz)