+
Der australische Archäologe Mike Morwood hat die kleinwüchsige Menschenart "Hobbit" entdeckt

Er wurde nur 62 Jahre alt

"Hobbit"-Entdecker an Krebs gestorben

Wollongong - Der australische Archäologe Mike Morwood, der 2003 die kleinwüchsige Menschenart "Hobbit" entdeckt hat, ist im Alter von nur 62 Jahren verstorben.

Der australische Archäologe Mike Morwood, der mit der Entdeckung einer kleinwüchsigen Menschenart die Wissenschaft in Aufruhr versetzte, ist tot. Der 62-Jährige sei am Dienstag an Krebs gestorben, teilte seine Universität am Mittwoch mit. Sein langjähriger Kollege Bert Roberts, der das Zentrum für Archäologie an der Universität Wollongong leitet, würdigte vor allem Morwoods Entdeckung des oft als "Hobbit" bezeichneten Frühmenschen im Jahr 2003.

Die Entdeckung sei ein für einen Wissenschaftler "seltener Genuss" gewesen, erklärte Roberts. Morwood sei "überglücklich" gewesen, an diesem Abenteuer teilzuhaben. Morwood leitete damals ein Team, das auf der indonesischen Insel Flores die Überreste eines nur einen Meter großen Frühmenschen entdeckt hatte. Der sogenannte Homo floresiensis wurde wegen seiner Größe später "Hobbit" genannt - in Anlehnung an die Fabelwesen in den Werken des britischen Schriftstellers J.R.R. Tolkien.

Die Überreste des Frühmenschen waren 2003 in einer Grotte ausgegraben worden. Das Alter des 1,06 Meter langen Skeletts wurde auf rund 18.000 Jahre geschätzt. Der Fund hatte Diskussionen in der Wissenschaft ausgelöst, die zuvor davon ausgegangen war, dass der Homo sapiens nach der Ausrottung des Neandertalers vor rund 30.000 Jahren die einzige menschliche Spezies war.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Boris Johnson wirbt für Lebensmittel aus Fukushima
London (dpa) - Knapp sieben Jahre nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima wirbt die Regierung des Landes für die Unbedenklichkeit von Produkten aus der …
Boris Johnson wirbt für Lebensmittel aus Fukushima
Endlich sauberesWasser für 2500 Dorfbewohner in Niger 
Früher wartete Amina manchmal die ganze Nacht lang am Dorfbrunnen, bis sie an der Reihe war. Für die 2500 Einwohner ihres Dorfes Bamo Danjari gab es bis vor einem Jahr …
Endlich sauberesWasser für 2500 Dorfbewohner in Niger 
Endlose Probleme bei DHL vor Weihnachten - Pakete kommen nicht an
Irgendwie läuft es so kurz vor Weihnachten nicht: Die Beschwerden über die Post und den Paketdienst DHL nehmen eher zu statt ab.
Endlose Probleme bei DHL vor Weihnachten - Pakete kommen nicht an
Diese beiden Schönheiten haben ein schlüpfriges Geheimnis - sehen Sie es? 
Die beiden Freundinnen Sarah Reilly (30) und Maria Luciotti (30) sind totale Fitnessfans. Genau in einem solchem Studio wagten die beiden ein ganz besonderes Experiment …
Diese beiden Schönheiten haben ein schlüpfriges Geheimnis - sehen Sie es? 

Kommentare