Ein Feuerwehrmann inspiziert eine Etage des ausgebrannten Hochhauses. Foto: David Mirzoeff
1 von 7
Ein Feuerwehrmann inspiziert eine Etage des ausgebrannten Hochhauses. Foto: David Mirzoeff
Premierministerin Theresa May (M) besichtigt den ausgebrannten Grenfell Tower. Foto: Rick Findler
2 von 7
Premierministerin Theresa May (M) besichtigt den ausgebrannten Grenfell Tower. Foto: Rick Findler
Blick durch ein Fenster am ausgebrannten Grenfell Tower in London. Foto: Rick Findler/PA Wire
3 von 7
Blick durch ein Fenster am ausgebrannten Grenfell Tower in London. Foto: Rick Findler/PA Wire
Wütende Demonstranten vor dem Rathaus von Kensington. Foto: Yui Mok
4 von 7
Wütende Demonstranten vor dem Rathaus von Kensington. Foto: Yui Mok
Die Demonstration stand unter dem Motto "Justice for Grenfell!" (Gerechtigkeit für Grenfell). Foto: Tim Ireland
5 von 7
Die Demonstration stand unter dem Motto "Justice for Grenfell!" (Gerechtigkeit für Grenfell). Foto: Tim Ireland
Der Grenfell-Tower brannte wie eine Fackel. Foto: Guilhem Baker
6 von 7
Der Grenfell-Tower brannte wie eine Fackel. Foto: Guilhem Baker
Ein Feuerwehrmann bei der Inspektion. Die Suche nach der Brandursache im Grenfell Tower geht weiter. Foto: David Mirzoeff
7 von 7
Ein Feuerwehrmann bei der Inspektion. Die Suche nach der Brandursache im Grenfell Tower geht weiter. Foto: David Mirzoeff

Nach Inferno in London

Zahl der Toten nach Hochhausbrand steigt auf vermutlich 58

Die Briten sind wütend. Theresa May habe nach dem Hochhausbrand nicht schnell genug reagiert. Mit Hilfsmaßnahmen versucht die Premierministerin ihr Volk zu beruhigen. Die Zahl der Toten stieg in der Zwischenzeit erneut.

London (dpa) - Bei dem Hochhausbrand in London geht die Polizei mittlerweile von 58 Toten aus. Das teilte die Behörde am Samstag in der britischen Hauptstadt mit Verweis auf Vermisstenmeldungen mit.

Zuvor waren 30 Tote bestätigt gewesen. Berichten zufolge lebten zwischen 400 und 600 Menschen in dem 24 Stockwerke hohen Sozialbau.

In dem Gebäude war am Mittwoch ein gewaltiger Brand ausgebrochen. Dutzende Menschen wurden von der Feuerwehr aus den Flammen gerettet, anderen gelang selbst die Flucht. 19 Verletzte wurden am Samstag noch in Krankenhäusern der britischen Hauptstadt behandelt. Zehn von ihnen befanden sich in kritischem Zustand, wie die Gesundheitsbehörde NHS mitteilte.

Nach heftiger Kritik an ihrer Reaktion auf die Brandkatastrophe in London rief die britische Premierministerin Theresa May Regierungsmitglieder zu einer Sondersitzung ein. Sie wolle dafür sorgen, dass "alles Mögliche getan wird, um die Betroffenen der Tragödie von Grenfell zu unterstützen", sagte ein Regierungssprecher am Samstag.

Kritiker hatten May vorgeworfen, nicht schnell genug auf das Unglück reagiert zu haben. Außerdem hatte sie bei einem Besuch am Grenfell Tower am Donnerstag nicht mit den Opfern gesprochen.

Am Samstagabend räumte May nach einem Treffen mit Opfern, Anwohnern, und freiwilligen Helfern ein: Die Unterstützung der Angehörigen, die kurz nach der Katastrophe Hilfe oder Informationen brauchten, sei "nicht gut genug" gewesen.

Die Wut auf Regierung und Behörden in Großbritannien war auch am Wochenende noch groß. Vize-Premier Damian Green wies am Samstagmorgen Vorwürfe zurück, May habe nicht angemessen auf das Unglück reagiert. "Sie ist von den Ereignissen genauso bestürzt wie wir alle", sagte Green der BBC. Die Regierung werde in den kommenden Tagen einen Vorsitzenden für die öffentliche Untersuchung des Brandes bestimmen.

BBC Radio 4, Today Programme

"The Guardian" zum BBC-Newsnight-Interview

BBC-Newsnight-Interview bei YouTube

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Zugunglück im Salzburger Hauptbahnhof - Bilder vom Unfallort
Bei einem Unfall am Salzburger Hauptbahnhof sind zahlreiche Menschen verletzt worden. Das Unglück geschah am frühen Freitagmorgen.
Zugunglück im Salzburger Hauptbahnhof - Bilder vom Unfallort
Mehr als 100 Festnahmen bei Schlag gegen Rotlicht-Bande
Die Bundespolizei ist mit einer Großrazzia und Festnahmen gegen die Organisierte Kriminalität im Rotlichtmilieu vorgegangen. Im Fokus steht ein Bordell-Netzwerk mit …
Mehr als 100 Festnahmen bei Schlag gegen Rotlicht-Bande
13-Jähriger meint, es ist wertloses Stück Alu - doch es ist ein Silberschatz 
Auf einem Acker haben Archäologen einen sensationellen Fund gemacht. Auf der Insel Rügen haben sie einen Schatz mit Blauzahn-Münzen aus dem 10. Jahrhundert ausgegraben.
13-Jähriger meint, es ist wertloses Stück Alu - doch es ist ein Silberschatz 
In Hamburg erstochene Mutter wurde von Ex-Partner bedroht
Doppelmord - so bewertet die Hamburger Staatsanwaltschaft den Messerangriff auf ein Kleinkind und dessen Mutter im S-Bahnhof Jungfernstieg. Was trieb den mutmaßlichen …
In Hamburg erstochene Mutter wurde von Ex-Partner bedroht

Kommentare